Jugend außer Rand und Band!

„Und weiter geht die wilde Vandalismus-Fahrt“ – mit diesem zugegeben etwas reißerischen Überschrift hatte der Blog das leidige Thema schon vor Tagen und Wochen aufgegriffen und den Istzustand beschrieben. Nunmehr hat der Öffentliche Anzeiger die Sachbeschädigungen rund um Schulen und auch Schülerkiesel in einem Leitartikel beackert. Spät zwar, aber wie sagt doch der Volksmund immer so treffend: „Spät ist besser als nie!“ Faktisch sind gerade mal wieder einzelne Jugendliche oder sogar Gruppen außer Rand und Band. Ein Phänomen, das immer mal wieder in solchen Ausmaßen auftritt, heißt es dazu fast schon verharmlosend aus Polizeikreisen. Stimmt aber! Grund zu einer Dramatisierung besteht nicht. Dennoch, sind solche Vandalismus-Schäden mehr als ärgerlich. Wahr ist auch, dass die Verursacher meist dingfest gemacht werden können. Das ist meistens nur eine Frage der Zeit. Nur bis dahin bleiben die eben weiter aktiv. Es steht also zu befürchten, dass in Zukunft weitere Auswüchse dieser Art zu beklagen sind. Die Polizei hat die Sache jedenfalls auf dem Schirm. Die will mit ständigem Kontrolldruck der nicht hinzunehmenden Situation entgegenwirken. Mehr geht auch nicht. Inwieweit die Personalsituation eine umfangreichere Bestreifung mit Fahrzeugen oder zu Fuß überhaupt zulässt, steht jedoch auf einem ganz anderen Blatt. Wie jeder weiß, können die Dienststellen nicht immer aus dem Vollen schöpfen. Überhaupt nicht schöpfen kann hingegen das Ordnungsamt. Auch wenn sie gerne die Zuständigkeit von sich weisen, sind die ebenso für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zuständig. Ob die Mitarbeiter dort sich allerdings jemals um solche Angelegenheiten gekümmert haben, darf man getrost bezweifeln. Die Abteilung verweist in solchen und ähnlichen Angelegenheiten gerne und regelmäßig auf die Polizei. Nur nicht zuständig sein wollen und auf Amtshilfe vom Telefon aus setzen. Die Philosophie des „schlanken Fußes“ funktionierte bisher ja auch immer bestens. Nur irgendwann wird man nicht umhinkommen, auch mal selbst aktiv zu werden, um sich einen Überblick über seine Pappenheimer verschaffen zu können. Das geht aber nur, wenn man beweglich wird. Und das nicht nur zu Bürozeiten bequem vom Schreibtisch aus. Im Idealfall wäre eine gute Zusammenarbeit zwischen Polizei und Ordnungsbehörden schwerpunktmäßig auf der Straße wünschens- und erstrebenswert. Andere Kommunen können das längst. Nur Mut, es geht.

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