Aufwachen Verbandsgemeinde: Ordnungsamt stärken heißt Sicherheit gewährleisten!

„Und weiter geht die wilde Vandalismus-Fahrt?“– Mit dieser zugegeben doch etwas reißerischen Überschrift, hatte der Blog das leidige Thema schon vor Tagen und Wochen aufgegriffen und den Istzustand sowohl beschrieben, als auch bebildet. Nun hat sich auch Verbandsgemeindebürgermeister Thomas (TJ) Jung in dieser Angelegenheit zu Wort gemeldet. Der von Haus aus Sheriff kennt sich ja aus mit solchen Ärgernissen. Und der weiß auch, dass in letzter Konsequenz nur erhöhter Kontrolldruck und ständige Präsenz wirksame Gegenmittel gegen Jugendliche außer Rand und Band sind. Ständig auf den Füßen stehen gehört nun einmal zum kleinen Einmaleins einer erfolgversprechenden Präventionsarbeit. Folglich ist die ständiger Wegbegleiter von Ordnungs- und Polizeibehörden. Zuständigkeit erkannt und Maßnahmen getroffen? Nicht ganz, denn für eine effektive Straßen-Präsenz, eine die diesen Namen auch verdient, fehlt seit je her das Personal. Bei der Verbandsgemeinde Kirner Land sind das zwei Halbtagskräfte. Zusammengefasst ein einziger Mitarbeiter. Ein letzter Mohikaner sozusagen.

Schwerpunktsetzung geht anders. Damit sei man nicht gerade auf Rosen gebettet, räumt Lucky TJ gegenüber der Presse reumütig ein. Wie heißt es doch so schön: „Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung.“ Zieht man mal Urlaubs- und Krankheitstage ab, dann bleibt da nicht viel Spielraum, um an beliebten Treffpunkten – im Sinne erfolgversprechender Präventionsarbeit – für Sicherheit und Ordnung zu sorgen. Schönreden kann man die Momentaufnahme jedenfalls nicht. Bei zunehmend wachsenden Aufgaben, könnte eine Personalaufstockung gravierend helfen. Blöd nur, die politischen Entscheidungsträger unter dem Dach der Verbandsgemeinde sahen und sehen darin bisher keine Notwendigkeit. Durchwurschteln und Aussitzen, das war bisher immer die favorisierte Billig-Lösung. Ändert sich das jetzt? Zumindest signalisiert „Lucky TJ“ Gesprächsbereitschaft. Gut so, denn die Umstände haben sich längst geändert. Die guten alten Zeiten sind längst vorbei.

Mittelfristig wird die Verbandsgemeinde nicht umhinkommen, sich den neuerlichen Gegebenheiten anzupassen. Ein neuer Presonalschlüssel muss her. Umschichten oder neu einstellen, nur so kann es gehen. Minimum eine Vollzeitstelle müsste geschaffen werden, um so etwas wie Glaubhaftigkeit zu transportieren. Wenn man es wirklich ernst meint, dann müssten vielmehr sogar zwei zusätzliche Mitarbeiter das Kirner Land beackern. Das weiß auch „Lucky TJ“. Momentan zwei halbe Stellen sind jedenfalls der Witz des Jahrhunderts. „Sie kontrollieren auch abends und an Wochenenden, und sind dann auch zu zweit unterwegs“, informiert Jung. „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“, hält der Blog dem entgegen. Egal! Kann der Bürgermeister den VG-Rat von einer Stärkung überzeugen? Will er das überhaupt? Wahr ist, Außendienstmitarbeiter müssen im Kirner Land ständig zu sehen und für alle ansprechbar sein. Nur so kann man sich einen Überblick verschaffen und nur so kann es etwas werden mit einem erhöhten Sicherheitsempfinden unter den Bürgern. Wahr ist aber auch, die Verbandsgemeinde will die dafür notwendige Kohle nicht in die Hand nehmen. Anvisierte runde „Laber-Tische“ oder sogenannte „Arbeitskreise“ sind da wenig hilfreich. Die lösen keine Probleme. Es kann nur über eine gute Strategie gehen. Und für die braucht es mehr Personal und zudem eine bessere Ausstattung. In Kirn hat es ja nicht einmal ein Dienstfahrzeug. Ordnungsamt stärken – Ordnungsamt verbessern: Wie wäre es mit dem Vorsatz für 2021.

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