Satirischer Wochenrückblick 10. Januar

Über SOK-Kirn, Krankenhaus-Verhandlungen, Impf-Desaster, 116 117, Kampagne „Wir mit ihr…“

Corona-Impfungen werden für Show-Veranstaltungen von Politikern missbraucht. Es ist schon unsäglich, wie sich unsere Volksvertreter entweder in der Stabsstelle des Landkreises oder im Impfzentrum die Klinke in die Hand geben. Öffentlichkeitswirksam, versteht sich. Ohne Rücksicht auf Kontaktbeschränkungen, folgt ein Pressetermin auf den anderen. Muss das sein? Kein zu Impfender will den Atem eines neugierigen Politikers spüren, wenn er seine Dosis verabreicht bekommt. Und auch die Helfer dürften die ständigen Blicke über ihre Schultern nerven. Weniger ist mehr! Die moralische Unterstützung mag ja gut gemeint sein, ist aber nicht zu Ende gedacht. Logisch, klappern gehört zum Handwerk, auch und vor allem im Wahljahr, aber diese Massenphänomen ist nur noch peinlich. Relevanz und Nutzen, Fehlanzeige. Zum Fremdschämen diese Show-Auftritte, selbst wenn diese unter Einhaltung der Hygieneregeln vonstattengehen sollten. Würde nicht ein schriftlicher Gruß, ein Telefonat oder einfaches Klatschen aus den Politiker-Büros reichen? Weniger ist mehr! Dem ganzen Trubel setzte Julia Klöckner jetzt die Krone auf. Die CDU-First-Lady aus dem Naheland kam gleich mit einem ganzen Tross zur Stabsstelle. Wahlkampf in Corona-Zeiten braucht keiner, schon gar nicht die Mitarbeiter dort. Ohne Worte. mehr

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