Radweg Kellenbachtal!

Was läuft da schief im Kellenbachtal? Der Schlagzeile im Öffentlichen Anzeiger, wonach hinsichtlich der Radweg-Trassenführung Uneinigkeit herrsche, lässt aufhorchen. Brauweiler hat sein Veto eingelegt. Geht ja schon gut los. Wenn schon zu diesem frühen Zeitpunkt nicht alle an einem Strang ziehen, dann wird es so schnell nichts werden mit ausgelassenem Radeln am Bach entlang. In diesem Jahrzehnt sicher nicht. Und im nächsten nicht gleich. Gut so, denn nach Corona werden wir alle den Gürtel enger schnallen müssen. Alle Ministerien werden zum sparen aufgerufen sein, was bedeutet, dass man alle laufenden und geplanten Projekte auf den Prüfstand heben wird.  Ein reiner Vergnügungs-Radweg läuft da Gefahr, durchs Raster zu fallen. Auch auf die Gefahr hin, dass der Blog sich noch mehr unbeliebt macht als er eh schon ist, hält der die Trassenführung ohnehin für unverhältnismäßig, zumindest was den Kosten- und Nutzenfaktor angeht. Einzelmeinung, nicht mehr und nicht weniger. Bei mehreren Brückenbauten und einer ziemlich langen und komplizierten Wegstrecke, kommt da ein ganz schöner Batzen Geld zusammen. Der teuerste Radweg führt durch den Rheingau. Der Radweg durchs Kellenbachtal könnte den tatsächlich noch ablösen.

Etliche Millionen dürfte die Chose nämlich kosten. Geld, was angesichts der zu erwartenden Corona-Schieflage, woanders sicherlich sinnvoller eingesetzt werden könnte. Den Standpunkt gibt der Blog erneut zur Diskussion frei! Wahr ist, auf der Straße durch das Kellenbachtal lauern für Radfahrer viele Gefahren, von fehlendem Spaßfaktor ganz zu schweigen. Wahr ist aber auch, der Radweg, nach den Vorstellungen des Landesbetriebes, kostet eine Stange Geld. Es gibt sowohl gute Argumente dafür, als auch dagegen. Die alles entscheidende Frage, dürfte die nach der späteren Frequentierung sein. Gibt es diesbezüglich Erhebungen? Heutzutage kann man eine erwartbare Auslastung mühelos über Tourismus-Studien berechnen lassen. Hat man eine solche in Auftrag gegeben? Gehört hat man jedenfalls nichts von einer solchen Erhebung.  

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.