Verbandsgemeinde-Werke: Satt an der Gebührenschraube gedreht!

Heimlich, still und leise an der Gebührenschraube gedreht – und das nicht zu knapp! Die Pandemie als Preistreiber? Merkt ja keiner, wenn Beiträge in unverschämter Weise in die Höhe schnellen. Die Verbandsgemeinde-Werke haben es getan. Vom Hauptsitz am Kreisel will einfach nichts Gutes kommen! Die Gebühren für Wasser und Abwasser sind massiv angezogen, und das rückwirkend zum 1. Januar. Respekt, da hat man kräftig zugelangt. Kleine Ankündigung im Mitteilungsblatt – das wars an Erklärung.  Wie immer, sind es die kleinen Meldungen mit großer Wirkung. Im Detail erklärt: Die Gebühren für Umlandgemeinden steigen um satte 10 Prozent von 1,90 auf 2,09 Euro pro Kubikmeter. Bei den wiederkehrenden Beiträgen je Nutzungseinheit wird es gleich ganz unverschämt: Bisher wurden 63 Euro berechnet. Zukünftig müssen die Haushalte 86 Euro berappen. In Prozenten ausgedrückt sind das 36,5 Punkte Aufschlag. Ins Verhältnis gesetzt, klingt das nach Wucher. Und weiter geht die wilde Preis-Fahrt! Schmutzwasser wird um 23 Prozent teurer. Zahlten wir im letzten Jahr noch 1,91 Euro pro Kubikmeter, sind jetzt 2,35 Euro fällig. Vergleichsweise günstig schaut es beim Oberflächenwasser aus. Die steigen von 0,37 Euro auf 0,38 Euro pro Kubikmeter. Peanuts! Zusammengefasst werden die Bewohner der Umlandgemeinden ganz schön zur Kasse gebeten. Danke Fusion. Danke für die „Anpassungen“. War ja nicht anders zu erwarten. Auf die Preistabellen im Mitteilungsblatt, wurde der Blog von einem aufmerksamen Leser hingewiesen. Der hat auch die Detail-Berechnungen vorgelegt. Gab es einen Aufschrei? Nein! Zumindest hat man keinen vernommen. Da erhöhen die Politiker die Gebühren um bis zu 36 Prozent und das Volk hält die Füße still. Kein Protest, kein Veto. Corona scheint alles zu überlagern. Finde den Fehler!  

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.