Leidiges Thema Radwege!

Etwas aus der Statistik-Schublade: Schleswig Holsteins Bundesstraßen sind zu 80 Prozent von Radwegen flankiert. Ähnlich positiv schaut es bei Landes- und Kreisstraßen aus. Ganz oben im Norden ist das Radwege-Netz dicht gesponnen. Warum? Nun, dort hat es Platz, es hat flaches Land und dort verfolgt man offenbar eine andere Philosophie, als das in anderen Bundesländern der Fall ist. Ganz mies schaut es im Kirner Land aus. Was das Radwegenetz hier angeht, ist man um Lichtjahre zurück. Versäumtes gilt es nunmehr aufzuholen. Eine regelrechte Bewegung scheint derzeit in Gang gesetzt zu werden. Gut so, wenn die momentanen Kommunalpolitiker auf schnelle Lösungen in den Seitentälern drängen. Die können ja nix dafür, dass das Thema über Jahrzehnte hinweg bei den damaligen Entscheidungsträgern keine Lobby hatte. Günter Schwenk, Fritz Wagner und Co hatten nämlich mit Rädern so gar nichts am Hut. Zugegebn das Radel war damals bei weitem noch nicht so Hipp. Dennoch, bissel mehr hätte es schon sein dürfen. Fraglich, ob die Herren jemals in einem Sattel saßen? Der momentane Erste Beigeordnete und Ortsbürgermeister, Hans Helmut Döbell, dürfte ebenso beteiligt gewesen sein an womöglichen Versäumnissen. Er, der wahrscheinlich gar nicht weiß wie es sich anfühlt, im Kirner Land auf einem Drahtesel unterwegs zu sein, gibt jetzt aber den forschen Taktgeber. Brauweiler lässt grüßen. Finde den Fehler?

Wenn jetzt regelrecht nach Radwegen geschrien wird, dann beweist das nur, dass die einstigen politischen Silberrücken über Jahrzehnte hinweg einen schlechten Job in dieser Angelegenheit gemacht haben. Punkt! Keine Innovationen, keine Visionen, keine Streckenvorschläge, keine Langzeitplanungen, keine Finanzierungsvorschläge – einfach nix ist vorbereitet worden. Diesbezüglich hat man der Nachfolgegeneration nur Aufgaben hinterlassen. Riesengroße Aufgaben, die man mittelfristig kaum erledigen wird können. Doch spät ist besser als nie! Hahnenbach macht mächtig Betrieb und auch die Stimmen aus Heimweiler und Simmertal werden lauter. Und der Radfahrer Lucky TJ hört hin und steht dahinter. Zusammengefasst, lässt das zumindest einen leisen Hoffnungsschimmer am Horizont erkennen. Dass nicht jeder Vorschlag einer Kosten/Nutzen-Rechnung standhält – geschenkt. Was den Radwege-Ausbau im Kirner Land insgesamt angeht, ist der Blog aber eher skeptisch. Planungen und Abläufe sind viel zu bürokratisch und zeitintensiv. Es wird sich gewiss was tun, nur wann und in welchem Umfang? Wiedervorlage 2030.  

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