Unwetter-Wochenende!

Boah, das hat aber auch geschüttet. Der Himmel hat so richtig seine Schleusen geöffnet. Der ganze Landkreis meldet überflutete Straßen und vollgelaufene Keller. Bilder, an die wir uns wohl auch im Kirner Land werden gewöhnen müssen. LEIDER. Was Wasser für eine Wucht entfachen kann, darüber berichtete der Öffentliche Anzeiger in einer regelrechten Bilderbuchausgabe, wahrscheinlich mit Fortsetzungsgeschichte von den Aufräumarbeiten danach. Alleine 25 Schnappschüsse von Unwettereindrücken umfasste die Montagsausgabe. Mittendrin, statt nur dabei, dürfen sich die Leser fühlen. Spektakuläre Aufnahmen kommen bekanntlich immer gut. Und ganz nebenbei sorgt eine solche Bandbreite, noch dazu kreuz und quer aus der Region, für mächtig Auflage. Je spektakulärer, je lohnender. Dass sich solche Unwetter wiederholen, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Nur eines bleibt gleich, nämlich die immer braune Dreckbrühe. Ein Gemisch, das meist große Schäden hinterlässt. Bleibt die Frage, sind die Kommunen auf Unwetter bisher ungeahnten Ausmaßes ausreichend vorbereitet?

Vorboten hat es in der Vergangenheit ja zu Genüge gegeben. Kleine Bäche entwickelten sich im Nu zu reißenden Flüssen, Kanalsysteme packten die Wassermassen nicht mehr und Schlammmassen aus der Natur hinterlassen Streifen von Verwüstungen. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt? Wohl kaum! Diesbezüglich muss wohl noch erheblich nachgebessert werden. Die politisch Verantwortlichen müssen mehr präventiv denken, vor allem aber handeln. Das ist allemal besser, als im Falle eines Falles Rettungskräften Dank zu zollen und Betroffenen schnelle und unbürokratische Hilfen zu versprechen, die, wie jeder weiß, hinterher aber dann doch nicht kommen. Ein kreisweites Kataster zu Gefahrenstellen muss her. Wer weiß, vielleicht hat man ja schon eines in der Schublade. Nur mit Erhebungen lassen sich effektive Hochwasserschutzmaßnahmen auf den Weg bringen. Wobei, können Schutzkonzepte bei Unwetterlagen der Kategorie Apokalypse überhaupt effektiv wirken? Allzu lange sollte man sich für die Beseitigung von jetzt schon bekannten Schwachstellen allerdings nicht Zeit lassen. Das nächste Unwetter kommt bestimmt.   

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