Wird jetzt alles gut? Blog unterbreitet Vorschlag für Simmertaler Moderator!

Es gibt sie also doch noch, die gemäßigten Stimmen im Dorf, das nicht genannt werden darf. Bravo Herr Tatzke, für ihren offenen Brief. Spät zwar, aber spät ist bekanntlich besser als nie. Darin bemängelt der Erste Beigeordnete aus den Reihen der FWG die unnötige Dynamik, die kein sinnvolles Ziel in der Debatte ausmachen lässt. Dass dieser angestrebte runde Tisch schon viel früher hätte anvisiert werden können – geschenkt. Es nützt ja nichts, den bereits verursachten Scherbenhaufen weiter zu analysieren. Dennoch, wertvolle Zeit ist verstrichen. So what, Lehrgeld zahlt jeder einmal. Jetzt heißt es nach vorne blicken und den Druck vom Kessel zu nehmen. Diesbezüglich sind beide Seiten gefragt. Ohne sich bei den „Verhandlungen“ auf Augenhöhe zu begegnen sowie sich in Kommentaren und Posts zurückzunehmen, wird das aber nichts werden. Grotesk, denn eigentlich müssten alle Beteiligten die Tapperei nur von jetzt auf gleich einstellen und schon wäre der Drops gelutscht.

Es wird aber auch allmälich Zeit, weil sich beide Bewegungen ja nur noch auf Kindergarten-Niveau begegnen. Das eigentlich Ziel – nämlich Protest gegen die Corona-Politik – ist eh längst verlorengegangen. In diesem Zusammenhang, sei an das gegenseitige Knipsen und die Ausheulerei danach bei den Einsatzkräften erinnert – Sandkastenspielchen in der peinlichsten Form. Völlig absurd, auch Aufmachung und Außendarstellung der neuerlichen Mahnwache. Nein, so kann es nicht weitergehen. Hüben wie drüben wirken die momentanen Aktivisten wie verbohrte Getriebene. Völlig verbissen in ihren jeweiligen Ansichten, die so keine Schnittmengen einer baldigen Beendigung erkennen lassen. Da tut es gut, wenn jetzt mal der gesunde Menschenverstand, in Person eines geerdeten Ersten Beigeordneten, Tacheles redet und sachliche Lösungsvorschläge, außerhalb von ständigen Posts und Kommentaren – vor und nach den Demos – anregt. Logisch, dass in seinen Zeilen auch kleine Seitenhiebe mitschwingen. So laufen halt die politischen Spielchen. Schließlich fragt Tatzke nach dem Sinn des Wirkens aller Beteiligten und das schließt ja die Gegenbewegung mit ein. Autsch, das tu weh!

Soso, ein Moderator soll es nun also richten. Die Idee ist wahrlich nicht neu. Bewerbungen werden vermutlich gerne entgegengenommen. Soll es jemand aus der Politik sein? Eine neutrale Persönlichkeit? Ein Geistlicher? Kirns Pfarrer Volker Dressel wäre so eine Type, der das mit seiner lockeren und offenen Art Wuppen könnte. Ihm wäre ein schnelles Resultat zuzutrauen. Vielleicht klopft mal jemand bei ihm an. Am besten noch heute. Egal wen man letztlich aus dem Hut zaubern wird, der Kandidat wird es gewiss einfacher haben, wenn sich die momentan handelnden Personen zurücknehmen, besser noch, in diesem Prozess von sich aus völlig in den Hintergrund treten. Die hatten ihre Chance, haben sich aber gegenseitig aufgerieben und somit gründlich vermasselt.

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