Hochstetten-Dhaun: Ortsbürgermeister Hans Helmut Döbell lässt finanziell die Hosen runter!

Boah, was der Kerle so alles auf seine Schultern lädt! Ortsbürgermeister Hans Helmut Döbell zog in der jüngsten Ortsgemeinderatssitzung blank. Wie ein Maschinengewehr ratterte er seine vielen Ämter- und Nebentätigkeiten vom Blatt herunter. Geredd wie gebabbelt ohne Luft zuholen. Gefühlt eine Ewigkeit hat das Ganze gedauert. Verreck, dabei hat doch auch für ihn der Tag nur 24 Stunden. Warum ließ Döbell umgenssprachlich die Hosen runter? Nun, erstmals müssen in einem Bundesland auch Oberbürgermeister offenlegen, von wem sie nebenbei Geld erhalten. Und bei Döbell sind das nicht wenige Positionen, die mehr oder weniger üppig vergütet werden. Meist sind das zwar Sitzungsgelder, aber viel Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. Zu seiner Ehrenrettung sei erwähnt, dass er sich in Vereinen, Verbänden und Institutionen auch ehrenamtlich engagiert, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Überall mit einem Ohr mithören und Netzwerke spinnen – passt! Für sein Ortsbürgermeisteramt bekäme er den vom Gesetz festgelegten monatlichen Satz, ließ er wissen. Eine Summe nannte er nicht. Vielleicht ist ihm die monatliche Zuwendung einfach nur entfallen. Kann ja mal passieren. Wie immer hilft der Blog gerne aus: Gemäß Landesverordnung dürften Döbell 1321 Euro monatlich überwiesen werden. Hinzu dürften diverse Zulagen kommen, die meist einzelfallabhängig verhandelt werden. Diesbezüglich sind den Spekulationen Tür und Tor geöffnet.

In 2020 erhielt Döbell knapp 6000 Euro für seine Tätigkeit als Erster Beigeordneter bei der Verbandsgemeinde. Auf den Monat gerechnet waren das 500 Euro zusätzlich zur Bürgermeister-Kohle. Rechnet man noch die vielen Sitzungsgelder hinzu, dann bleibt unter dem Strich ein schöner Batzen Taschengeld. Summa summarum wahrscheinlich mehr, als jeder kleine Handwerker nach 40-Stunden-Wochen am Monatsende in der Lohntüte vorfindet. Zugegeben, dafür muss Döbell auch einiges an Zeit investieren. Wertvolle Zeit, die ihm anderswo leider verloren ginge, wie er bedauernd durchblicken ließ. Jammern gilt nicht! Mitleid muss man weiß Gott nicht haben mit einem, der scheinbar den Hals nicht vollbekommen kann. Schließlich hat ihn niemand gezwungen überall „Hier“ zu schreien. Nebenbei bemerkt, eine Ämterhäufung kann sich im Alltag mitunter als äußerst vorteilhaft erweisen. Man denke nur an Mitnahme-Informationen aus erster Hand, die nicht selten Wissensvorsprünge garantieren. Anderswo werden so manche schwarze Schafe solche Kenntnisse sicherlich auch für private Zwecke zu nutzen wissen. Gut, dass Döbell ganz anders tickt. Wie fast jeder weiß, hat der bei allem was er vorantreibt, ausnahmslos das Allgemeinwohl im Blick. Sein Wollkleid kommt stets schneeweiß daher.

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