Das Wort zum Sonntag

Er hat es wieder gesagt: „Ehrenamtlicher Hauptamtlicher“ ! Möge Hans Helmut Döbell sein Statement auch noch so oft in den Zeitungsblock diktieren, das ist und bleibt irreführend. Warum? Nun, mit Ehrenamt verknüpft Ottonormalverbraucher immer ein Engagement ohne oder mit ganz geringer finanzieller Aufwandsentschädigung. Konkret ist das allerdings ein Irrglaube, der aus gegebenen Anlass erneut aufgeklärt gehört. Das Wort Ehrenamt wird hier überstrapaziert. Döbell bekommt Monat für Monat Geld überwiesen. Rund 1300 Euro alleine an Grundgehalt. Die eine oder andere Aufwandsentschädigung nicht berücksichtigt. Nachzulesen ist die finanzielle Vergütung in der Landesverordnung über die Aufwandsentschädigung für kommunale Ehrenämter (KomAEVO). Nicht zu unterschätzen sind mit dem Amt einhergehende Wissensvorsprünge, auf den Bürgermeister hier und anderswo gerne zurückgreifen. Natürlich immer nur im rechtlich und moralisch erlaubten Rahmen. Gerade für Amtsträger mit breitem privaten Interessen ein nicht in Zahlen auszudrückender Vorteil. Dafür darf es dann auch schon mal stressiger und tagfüllender zugehen. Außerdem, jammern gilt nicht. Es wird schließlich niemand gezwungen auf dem Chefsessel Platz zu nehmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.