Das Wort zum Simona-Sonntag

Der Blog ist das was man heutzutage eine streitbaren Geist nennt – oder im besten Wortsinn (vor Corona) ein pragmatischer Querdenker. Einer, der bisweilen auch aneckt und zu Widerspruch neigt. Mehr noch: der regt nicht selten zu Überprüfungen eigener Positionen an. So einen Kerle muss man buchstäblich aushalten und ertragen können. Selbst dann, wenn der maßlos übertreibt in seinen Einschätzungen. Tun die meisten ja auch. Beispiel Simona: Dass erste Tarif-Angebot war für die Tonne. Alles wussten das, auch die Vorstände! Entsprechend deutlich fiel die Blog-Kritik aus. Das Unternehmen hat jetzt nachgebessert. Und wie! Dass der gute Abschluss nicht Folge der Blog-Kopfwäsche war – geschenkt. Dennoch, auf eben dieser Welle zu reiten macht halt Mega-Fun. Die Oberen hier und anderswo stehen nicht auf Seitenhiebe. Kritik, noch dazu von einem externen Schreiberling, sind Führungsfiguren nicht gewohnt. Aber die haben sich nicht lange bitten lassen. Ihr Konter, in Form eines deutlich verbesserten Angebotes, war die richtige Antwort.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Fakt ist, der gute Tarifvertrag ist auf die Entschlossenheit und Hartnäckigkeit von Gewerkschaft und Belegschaft zurückzuführen. Die haben die Ärmel hochgekrempelt und für sich das Optimum herausgeholt. Der Blog hat zwar mächtig gepoltert, mehr aber auch nicht. Der war nicht in erster Reihe aktiv. Der weiß seinen Einfluss schon richtig einzuschätzen. Dennoch, ein wenig auf die Pauke hauen konnte in diesem Prozess nicht schaden. Lautstarker Krawall kann sich mitunter als hilfreich erweisen. Der Blog verstand sich in dieser Tarifrunde als diejenige Instanz, die Stimmung aus den Hallen transportierte. Eine etwas andere Öffentlichkeitsarbeit eben. Meist bekommt die ja nur Rekordzahlen und heile Simona-Welt von der eigenen Pressestelle um die Ohren gehauen. Merke, jeder noch so kleine Wirkungstreffer kann in schwebenden Tarifverhandlungen gewinnbringend sein. Auch wenn der nicht messbar ist, einen klitzekleinen hat der Blog mit seinem Beitrag gesetzt. Nahezu 1400 Reinklicker haben den Erstbericht alleine am Erscheinungstag gelesen. Und der sorgte für Diskussionen. Geschadet haben die sicherlich nicht.

Eine Antwort auf „Das Wort zum Simona-Sonntag“

  1. Besten Dank – versöhnliche Worte für alle Kollegen, die sich aktiv und mit Herzblut eingebracht haben. Bleiben Sie weiterhin kritisch und legen den Finger in die Wunde wann immer nötig.

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