Leidiges Thema Radwege!

Etwas aus der Statistik-Schublade: Schleswig Holsteins Bundesstraßen sind zu 80 Prozent von Radwegen flankiert. Ähnlich positiv schaut es bei Landes- und Kreisstraßen aus. Ganz oben im Norden ist das Radwege-Netz dicht gesponnen. Warum? Nun, dort hat es Platz, es hat flaches Land und dort verfolgt man offenbar eine andere Philosophie, als das in anderen Bundesländern der Fall ist. Ganz mies schaut es im Kirner Land aus. Was das Radwegenetz hier angeht, ist man um Lichtjahre zurück. Versäumtes gilt es nunmehr aufzuholen. Eine regelrechte Bewegung scheint derzeit in Gang gesetzt zu werden. Gut so, wenn die momentanen Kommunalpolitiker auf schnelle Lösungen in den Seitentälern drängen. Die können ja nix dafür, dass das Thema über Jahrzehnte hinweg bei den damaligen Entscheidungsträgern keine Lobby hatte. Zugegeben das Radeln war damals bei weitem noch nicht so Hipp. Dennoch, bissel mehr hätte es schon sein dürfen

Wenn jetzt regelrecht nach Radwegen geschrien wird, dann beweist das nur, dass die einstigen politischen Silberrücken über Jahrzehnte hinweg einen schlechten Job in dieser Angelegenheit gemacht haben. Punkt! Keine Innovationen, keine Visionen, keine Streckenvorschläge, keine Langzeitplanungen, keine Finanzierungsvorschläge – einfach nix ist vorbereitet worden. Diesbezüglich hat man der Nachfolgegeneration nur Aufgaben hinterlassen. Riesengroße Aufgaben, die man mittelfristig kaum erledigen wird können. Doch spät ist besser als nie! Hahnenbach macht mächtig Betrieb und auch die Stimmen aus Heimweiler und Simmertal werden lauter. Und der Radfahrer Lucky TJ hört hin und steht dahinter. Zusammengefasst, lässt das zumindest einen leisen Hoffnungsschimmer am Horizont erkennen. Dass nicht jeder Vorschlag einer Kosten/Nutzen-Rechnung standhält – geschenkt. Was den Radwege-Ausbau im Kirner Land insgesamt angeht, ist der Blog aber eher skeptisch.

Und der wird bei den jüngsten Wasserstandmeldungen aus dem VG-Gebäude nicht optimistischer. Was läuft unter dem Dach nur schief? Warum kommt man nicht aus dem Quark? Immerzu nur Durchhalteparolen und Absichtserklärungen, sind den Praktikern auf Dauer zu wenig wenig. Die scharren mit den Hufen. Die wollen Fakten. Zurecht! Es geht einfach nicht voran. Planungen und Abläufe sind viel zu bürokratisch und zeitintensiv. Es wird sich gewiss was tun, nur wann und in welchem Umfang? Thomas Jung wird in seiner Amtszeit jedenfalls keinen einzigen neuen Radweg einweihen, geschweige denn ganze Täler – konkret das Kellenbachtal – erschließen. Diesbezüglich wagt sich Blog ganz weit aus dem Fenster. Wiedervorlage 2030. Wahr ist, auf der Straße durch das Kellenbachtal lauern für Radfahrer viele Gefahren, von fehlendem Spaßfaktor ganz zu schweigen. Wahr ist aber auch, der Radweg, nach den Vorstellungen des Landesbetriebes, steckt in der Bürokratiefalle fest. Und wie! Und die Mühlen mahlen langsam. Geld wäre zwar da, aber die Genehmigungsverfahren dauern einfach zu lange.

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