Der Pächter der Total-Tankstelle ist total unzufrieden!

Ein Leserbrief unter der Woche im Öffentlichen Anzeiger stimmt schon nachdenklich. In seinen Zeilen verschafft sich der Pächter der Total-Tankstelle gehörig Luft. In jedem seiner Worte schwingt Verzweiflung mit. Er ist mit Abstand der größte Verlierer der nunmehr freigegebenen Ortsumfahrung Hochstetten. Bis zu 60 Prozent Einbußen muss der nunmehr auffangen. Er wisse nicht mehr, wie er seine Angestellten bezahlen soll. Das klingt dramatisch. Das schlimme daran, die goldenen Zeiten werden auch nicht mehr zurückkehren, selbst wenn die bisher gesperrten Zu- und Abfahrten an den beiden Ortseingängen wieder freigegeben werden. Wenngleich, dann wieder mehr Verkehr an der Tankstelle vorbeifließen wird. Der Pächter bemängelt den momentanen Baustopp. Zurecht! Das Wetter stimmt, aber es geht trotzdem nicht weiter. Mit jedem weiteren Tag mehr Winterpause, verzögert sich die komplette Fertigstellung und damit das Defizit in der Kasse.

Wahr ist, jedes Fahrzeug weniger durch das Dorf bedeutet Umsatzeinbußen. Wahr ist aber auch, den Bürokraten im Landesbetrieb ist das völlig egal. Die müssen ja nicht um ihre Existenz bangen. Man kann dem Pächter nur einen langen Atem wünschen. Aber auch sein Durchhaltevermögen wird endlich sein. Es steht zu befürchten, dass die Tankstelle sich auf Dauer nicht mehr wirtschaftlich tragen wird können. Nicht mehr an diesem Standort in der Dorfmitte. Eventuell existiert ja bereits ein Plan B in der Schublade? Lange genug Zeit, um einen zu schmieden, hatte der Betreiber ja. Vielleicht hat die Ortsgemeinde ihm ja einen Standortwechsel an die Abfahrt „Mitte“ im Industriegebiet vorgeschlagen oder untertützt den beratend in der schweren Übergangszeit. Nur mal so nebenbei bemerkt, die Ortsgemeinde hat noch Flächen in bester Lage. Wäre immerhin eine Alternative für einen Neuanfang.

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