Kostenfaktor Freiwilligentag: Die Aktion aus einer anderen Perspektive betrachtet!

Was lässt sich die Verbandsgemeinde den Freiwilligentag kosten? Berechtigte Frage, oder? Eines vorneweg: Der Blog ist kein Gegner der Initiative! Im Gegenteil: Der ist nur der Ansicht wo Freiwilligkeit draufsteht, sollte auch von Anfang bis Ende Freiwilligkeit drinstecken! Das ist zwar bei Vereinen oder privaten Initiativen der Fall, aber bei weitem nicht bei der Verbandsgemeinde. Mogelpackung? Fakt ist, die verantwortlichen Mitarbeiter, unter dem Dach der Wirtschaftsförderung, puschen die Aktion während den üblichen Bürozeiten. Und außerhalb, also alle Abendtermine und während der Aktion an Wochenenden, fallen Überstunden an, die wiederum als Zeitausgleich oder finanziell vergütet werden. Von wegen Freiwilligentag! Nochmals, die organisierenden Köpfe sind alles andere, nur nicht freiwillig im Einsatz. Das sollte doch auch mal erwähnt werden. Hat es diesbezüglich schon einmal eine Stundenerhebung gegeben? Hat in der Vergangenheit irgendjemand aus dem Verbandsgemeinderat nach einer Bilanzstundenabrechnung verlangt? Wohl kaum!

Wäre doch interessant zu wissen, wie viele Stunden Pi mal Daumen angehäuft werden. Mitunter wertvolle Zeit, die für andere wichtige Dinge verlorengeht. Rein betriebswirtschaftlich, dürfte sich der Stundensatz eines einfachen Verwaltungsangestellten nicht unter 40 Euro bewegen. Grob geschätzt natürlich. Legt man Vorlaufzeit, Planungen, Betreuungsintensität, Werbung und nicht zuletzt finale Durchführung zu Grunde, dann kommt da ein hübsches Sümmchen zusammen. Natürlich ist der Werbe-Effekt für die Region nicht von Pappe. Das darf einer Kommune schon was wert sein. Vielleicht wird der Amtsstuben-Aufwand ja gar nicht eins zu eins vergütet? Sicherlich leisten die Mitarbeiter auch ihren freiwilligen Beitrag? Basiert die Projektbegleitung am Ende in Teilen auf Freiwilligkeit? Nach Feierabend vielleicht? Passend zur Überschrift „Freiwilligentag“? Wäre doch mal spannend zu wissen, welchen Beitrag die kommunalen Angestellten zum „Freiwilligentag“ in der Tat freiwillig leisten. Mal den Freiwilligentag aus einem anderen Ansatz ins Visier nehmen – passt. Nochmals, das gerne ins Schaufenster gerückte Kirner Leuchtturmprojekt will der Blog keinesfalls madig machen. Natürlich wird sich kein Politiker aus der Ecke trauen, um diesbezügliche Fragen zu stellen. Der Blog darf das. Mehr noch: Von dem erwartet man solche und ähnliche Vorstöße sogar.    

Eine Antwort auf „Kostenfaktor Freiwilligentag: Die Aktion aus einer anderen Perspektive betrachtet!“

  1. Du bist aber so gar nicht arbeitnehmerfreundlich ?oder hab ich da was falsch verstanden? Warum sollte ein AN freiwillig unbezahlte Überstunden schieben, wenn der „Chef“ Projekte initiiert und dafür noch Abendstunden für Treffen festlegt? Soweit kommt’s noch. Man muss doch selbst wählen dürfen, wann und wie man was freiwillig macht.
    Man kann ja dann – außerhalb der Arbeitszeit – freiwillig am Freiwilligen-Tag mitmachen.? ?

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