Baugebiet „Im Scheiberling“ erklärt!

Das Baugebiet „Im Scheiberling“ will keiner und braucht keiner. PUNKT! Zumindest, wenn es nach der Mehrheit der Ortsbewohner geht, sollten die Verantwortlichen das umstrittene Projekt, selbst zu diesem späten Zeitpunkt noch, in die Tonne kloppen. Die Reißleine wird der Ortsgemeinderat gewiss nicht ziehen. Warum auch? Die wollen unbedingt eine weitere Erweiterung Richtung Simmertal durchziehen, die unter dem Strich den Gebührenzahler ein Batzen Geld kosten wird. Dass man damit vielen jetzt schon leidgeplagten Bewohnern auf die Füße tritt – geschenkt. Das Gespür „nah an de Leit“ scheint seit längerem irgendwo auf der Strecke verlorengegangen zu sein. Die Erschließung basiert auf Fehlplanungen aus der Vergangenheit. Es gab halt nie ein Gesamtkonzept! Den momentanen Istzustand, oder wie es andere knallhart formulieren, „Murks“, an eine Ringstraße mit Versorgungsleitungen anzubinden, ist aufwendig. Und aufwendig bedeutet in der Regel teuer. Nutzen und Ertrag stehen in einem krassen Missverhältnis, ganz zu Schweigen von damit einhergehenden weiteren Versiegelungen.

Es braucht eine „Druckleitung mit Hebeanlage, um den Kanal an den „Ameisacker“ anbinden zu können. Das wird teuer! In einer Hanglage überhaupt eine Hebeanlage installieren zu müssen, hat schon etwas von einem baulichen Offenbarungseid. Das Oberflächenwasser lässt sich schon gar nicht an das Kanalnetz anschließen. Es braucht ein Auffangbecken mit Ableitung Richtung Simmertal. Wieder teuer! Etwas problematisch dürfte die Topografie daherkommen. Die Stichstraße anzulegen ist zwar Routine, aber zeitaufwendig. Wieder teuer! Apropos Straße. Das Teilstück zwischen Altestraße und dem ersten Bauplatz misst rund 350 Meter. Verlorene Meter, weil keine Bebauung links und rechts möglich ist. Eine Umlegung auf Anlieger dürfte nicht vollumfänglich möglich sein. Wieder teuer! Die Baupreise gehen derzeit duch die Decke. Wieder teuer! Teuer, teuer, teuer – zusammengenommen wird das Neubaugebiet in der Erschließung finanziell völlig aus dem Ruder laufen. Diesbezüglich legt sich der Blog mal weit aus dem Fenster. Zahlen liegen noch keine auf dem Tisch. Offenbar traut man sich nicht, erste Kostenschätzungen auszusprechen. Man darf gespannt sein.   

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