Tabula rasa am Kindergarten!

Hochstetten-Dhaun ist ein grünes Dorf. Auf die Ortsteile verteilen sich unzählige Grünflächen. Die Gemeindearbeiter haben das ganze Jahr über alle Hände voll zu tun, um dem immensen Pflegeaufwand gerecht zu werden. Gerade jetzt sind die Helden vermehrt mit Motorsensen, Heckenscheren und Motorsägen in Sachen Grünpflege unterwegs. Beispiel Kindergarten: Dort haben die Männer radikaler zurückgeschnitten – auf dem ersten Blick mit einem schlimmen Ergebnis. Die Sträucher und Bodendecker im Hang zur Straße wurden nicht nur zurückgeschnitten, sondern knapp über dem Boden abgesägt. Doch der Eindruck täuscht. Hier musste mal dringend gelüftet werden. Merke, will man eine Strauchhecke sachgerecht pflegen, sollte man sie verjüngen. Bei der Verjüngung werden die Gehölze der Hecke fast bis auf den Boden zurückgeschnitten, in der Fachsprache nennt man dies „auf-den-Stock-setzen“. Dies mag nicht immer ästhetisch aussehen, doch nimmt ohne einen Rückschnitt langfristig die Dichte der Hecke ab, so dass viele Vogelarten keine geeigneten Nistplätze mehr finden.Naturfreunde können also durchatmen. Das wächst alles wieder nach. Hier wurde es dringend Zeit für Tabula rasa. Inwieweit der Radikalschnitt damit zu tun hat, dass in Kürze ein neuer Anbau den Kindergarten erweitert, darüber hat der Blog keine Kenntnis. Der Verdacht liegt aber nahe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.