Realsatire pur: Und weiter geht die wilde Comic-Fahrt mit Partei-Radler Dr. Denis Alt!

Hallo, ich bins, Euer Depeschen-Denis (von Michael Müller in Szene gesetzt). Als Überbringer von Schecks bin ich für die Landesregierung am effektivsten!

Ta-ta, hier bin ich! Gestatten, man nennt mich „Depeschen-Denis“. Ich trage meinen Namen mit Stolz. „Wer radelt im Kirner Land von Fleck zu Fleck, es ist Depeschen-Denis mit seinen Schecks“, Was ist meine Bestimmung? Nun, ich bin stets im Auftrag der Landesregierung unterwegs, um Schecks zu verteilen. Ja, ich bin so etwas wie ein gern gesehener Glücksbote. Dass ich eigentlich die Interessen meines Wahlkreises vertreten sollte – geschenkt! Schecks überbringen ist doch so viel schöner und bequemer, als konkrete Projekte voranzutreiben, gell? Für mich unbezahlbar ist der Blick in die freudigen Augen der Empfänger, wenn ich Landes-Zuwendungen an Kommunen oder Institutionen überreiche. Stets berauschend, die große Aufmerksamkeit, die mit meinen Stippvisiten einhergehen. Überall Presseleute, die mich knipsen. Kurzum, ich mache Menschen glücklich.

Ich bin also ein „Glücklich-Macher“. Mein Job ist die reinste Erfüllung! Ich bin Nikolaus, Weihnachtsmann und Christkind in Personalunion? Zugegeben, ich könnte auch richtige Politik vorantreiben. Aufgaben für mich gäbe es zwar zu Genüge, aber die sind zeitintensiv und bringen keinen Spaß. Verrückt, am Ende verlangen die Menschen aus dem Kirner Land noch von mir, dass ich ihr Krankenhaus sichere. Mehr noch: Dass ich das „Zug-Projekt“, zusammengebastelt in meinem Gesundheitsministerium, vorantreibe. Man, man, man, wo kommen wir denn hin? Am Ende erwarten die noch von mir, dass ich klare Position beziehe oder gar das Kirner Krankenhaus besuche, um zu demonstrieren: „Schaut her, ich stehe uneingeschränkt auf Eurer Seite!“ Nicht mit mir! Als Parteisoldat heule ich lieber mit den Wölfen und flüchte mich in politischen Durchhalteparolen. Überdies, reicht es doch, wenn ich ab und an hinüber an den Glan nach Meisenheim blicke. Schließlich ist das ja auch ein Landeskrankenhaus. Und zufällig sitze ich im Aufsichtsrat. Da trage ich Verantwortung. Kleiner Nebenverdienst, den man als „kleiner“ Staatssekretär doch gerne mitnimmt. Schön ist das Politikerleben, nicht wahr? Noch dazu, wenn man höher hinaufbefördert wird, als es die eigenen Fähigkeiten zulassen.         

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