Hammer! Wird ein kommunales Medizinisches Versorgungszentrum im Verbandsgemeindegebäude integriert?

Du kriegst die Motten!“ Unser aller Bürgermeister „Lucky TJ“ hat es sich nicht nehmen lassen, Julia Klöckner den Fortschritt der Pläne für eine MVZ in Kirn am Reißbrett zu erläutern. Immerhin, die ehemalige politische Größe zeigte sich bei ihrer Stippvisite sehr interessiert. Die bekam offenbar interessante Fakten zu sehen! Eindrucksvoller Beleg dafür, sind die von ihr sogleich geposteten bunten Bildchen, natürlich untermalt mit passenden Zeilen des Lobes, auf Facebook. „Bei meinem gestrigen Antrittsbesuch hat er mir den Fortschritt der Pläne erläutert,“ sagt eine, die scheinbar über die zügige Fortentwicklung staunte. Und auch der Blog ist von den Socken, über diese Initiative! Immerhin, sie weiß jetzt wenigstens genau Bescheid. Alle anderen, wohl eher nicht. Will heißen, selbst Stadtbürgermeister Frank Ensminger zeigt sich, dem Vernehmen nach, überrascht von vorliegenden Entwürfen und Ansichten eines Gebäudes, inklusive fertigen Raumzuschnitten, für Arztpraxen. An ihm gingen die Planspiele offenbar völlig vorbei. Nicht einmal ein Vögelchen hat ihm offenbar was gezwitschert. Dabei ist der doch sehr gut vernetzt. Gute Kommunikation geht fürwahr anders! Transparenz sowieso!

Gut zu erkennen, es handelt sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um jenes VG-Gebäude, welches in zweiter Reihe gegenüber der Zulassungsstelle – unscheinbar und dunkel – ein eher stiefmütterliches Dasein fristet. NOCH! Dass der Bau, der von der Fassade her geurteilt, bislang mehr einem Gefängnis anmutet, einst für die Verwaltungserweiterung fest eingeplant war – geschenkt. Moment, war da nicht sogar mal ein Balkonübergang in luftiger Höhe, von einem Gebäude ins andere, angedacht? Egal! Was für eine Kehrtwende. Die kommt buchstäblich wie der berühmte Kai aus der Kiste gesprungen. Da hat doch die Verbandsgemeinde tatsächlich mal einen rausgehauen. Und keiner bekam was mit! Hat die sowohl an allen politischen Gremien im Kirner Land, als auch der breiten Öffentlichkeit, still und leise vorbeigeplant? Schaut ganz danach aus. Egal, man wurde jedenfalls aktiv, um beim Ärztemangel ein Zeichen zu setzen. Pflöcke einschlagen und Tatsachen schaffen – passt. Lob für diesen Weitblick! WOW, die Handlungsschnelligkeit hätte der Blog, von einer ansonsten doch eher behäbig daherkommenden Verwaltung, nicht erwartet.

Der will mal den Gedanken weiterspinnen und ein wenig Kaffeesatzleserei betreiben. Wobei man muss ja nur eins und eins zusammenzählen. Taugt das Gebäude überhaupt für ein moderne und zeitgemäße MVZ? Was sind die Vorteile, was die Nachteile des Standorts? Positiv, das Gebäude ist im Eigentum der Verbandsgemeinde. Das ist zunächst mal ein morts Pfund. Laienhaft betrachtet, war es das dann aber auch schon mit nenneswerten Pluspunkten. Die Nachteile überwiegen. Das Bauwerk im Hinterhof ist eng hineingequetscht und nicht ausreichend mit Lichteinfall versorgt. Optisch ansprechend geht auch anders. Überdies, man muss hier mächtig viel Kohle reinstecken, um barrierefreie Praxisräume zu schaffen. Ein wenig mehr als zweckdienlich sollte es schon sein. Schließlich sollen sich Ärzte- und Patienten hier wohlfühlen. Schlecht, es gibt keine Parkmöglichkeiten vor dem Haus. Die wenigen Plätze im Innenhof, reichen gerade mal für die Verwaltung und die Besucher aus. Das riecht nach Problem.

Der Blog will nicht vorschnell urteilen. Der will ausdrücklich das Engagement und die Handlungsschnelligkeit loben. Der frische Schwung ist da! Ziemlich geräuschlos wurden die Entwürfe vorangetrieben. Und die treffen bei Julia Klöckner durchaus auf wohlgefallen. Merke, mit fertigen Plänen und Konzepten, lässt es sich effektiver auf Investorensuche gehen. Vor allem die Bürkle-Stiftung, will schließlich mit Konzepten überzeugt werden. Aus der Hüfte geht da gar nichts. Wie bilanziert Klöckner in ihrem Post: „Und es sieht gut aus für ein entsprechendes medizinisches Zentrum, bei dem Ärztinnen und Ärzte angestellt werden und flexible Arbeitszeiten haben – anders als ein Hausarzt, der alleine ist.“ Sie muss es ja wissen, denn sie kann über den Tellerrand blicken. Mehr noch: Sie wurde schließlich aus erster Hand über den Planungsstand des MVZ, womöglich in Trägerschaft der Kommune, informiert. Die ehrenamtlichen Kommunalen werden sicherlich auch noch aufgeklärt werden. Nur Geduld! Den Bildern nach zu urteilen, könnte man sich in Kürze einen Baustart vorstellen. Die Pläne sehen zumindest baureif aus. Schauen wir mal!

Eine Antwort auf „Hammer! Wird ein kommunales Medizinisches Versorgungszentrum im Verbandsgemeindegebäude integriert?“

  1. Bitte auf dem Teppich bleiben: Die Idee ein MVZ außerhalb des Diakonie-KH zu installieren geht nicht auf die VG-Führung zurück, sondern auf Dr Schwebel und mich.. Ich habe den Vorschlag unterbreitet , das MVZ in der Innenstadt aufzubauen. Keine Resonanz seitens der FDP-Führung. Das Thema muss durchdiskutiert werden schon allein deshalb, weil die Inhalte bedacht werden müssen.
    MfG
    Rakow

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