Auswüchse bei der Verbandsgemeinde Kirner Land: Eine Million Euro Mehrkosten beim Personal! Was läuft da schief?

Nein, es war weiß Gott keine Liebesheirat! Die Eheleute Kirn und Kirn-Land gingen seinerzeit eine Zweckgemeinschaft mit aufgezwungenen „Landes-Muster-Ehevertrag“ ein. Da kann man dann nicht unbedingt davon sprechen, dass zusammengefunden hat was zusammengehört. Romantik, Fehlanzeige! Das ohnehin schon recht kühle Eheverhältnis, dürfte nach der neuerlichen Haushaltssitzung noch ein paar Grad tiefer in den Keller gesackt sein. Selbst der sonst eher diplomatisch gestimmte Öffentliche Anzeiger transportiert sowohl frei raus laute Kritik, als auch leise Misstöne zwischen den Zeilen. „Lang lebe das Brautpaar, lang lebe die Fusion!“ – der einstige Slogan verkommt zur Häme! Logische Konsequenz wäre die Scheidung. Grund: Gegenseitige Abneigung! Heißblütige Leidenschaft will nicht aufkommen. Wo soll die aber auch herkommen? Es läuft halt so gar nichts im Schlafgemach. Stattdessen wird bei den Angestellten regelrecht geprasst! Finde den Fehler?

Knackpunkt sind vor allem die laufenden Personalkosten. Es kann doch nicht angehen, dass die nach der Fusion durch die Decke gegangen sind. Verschlanken geht anders! Kommunizierte 1 Million Mehrkosten, seit der Eheschließung, sind der Hammer! Sollte nicht das Gegenteil der Fall sein? Hat man nicht auch deshalb zwei Haushalte zusammengelegt, um bei den Nebenkosten sparen zu können? Weshalb laufen die derart massiv aus dem Ruder? Der Schwarze Peter wurde unterschwellig dem bösen Land zugeschoben? Trägt Mainz wirklich die Alleinschuld bei explodierenden Personalkosten? Wohl kaum! Apropos Personal! Stimmen Führungsstruktur und Personalschlüssel unter dem Dach der VG? Nicht nur leise Zweifel innerhalb des VG-Rates werden laut? Nicht hinter vorgehaltener Hand, sondern unverblümt offen. Zurecht! Keine Frage, die Fraktionen sind richtig, richtig missgestimmt über den Entwicklung des Ehelebens.

Das Land hat eine Verbindung bis zum bitteren Ende geschlossen. „Bis dass der Tod euch scheidet! Basta! Dabei ist die Verwaltung insgesamt zu teuer, zu ineffizient, zu strack, zu uninspiriert, und last but not least zu unflexibel. Und das Schlimme daran, insgesamt scheint es auch an Kompetenz zu fehlen, den steilen Anstieg zukünftig begrenzen zu können. Das es schwierig werden würde, zwei Verwaltungen zusammenzuführen, und neue Vorgesetzte wie auch Kollegen zu einem Team zu verschmelzen, war bekannt. Umso mehr ist hier die Mitarbeiterführung gefragt, dies alles in klare Bahnen zu lenken. Jetzt wird man in den Teppichbodenabteilungen der Kirner Amtsstuben wieder maulen, wonach vom Blog immer nur Kritik käme. Der spricht halt nur offen aus, während andere im Verborgenen meckern. Bei der Faktenlage verbietet sich jede Art von Lobhudelei. Die Zeche zahlen die Steuerzahler. Stellt sich die Frage, warum alle Fraktionen dem Haushalt zustimmten? Zugegeben, es war wohl lautes Bauchgrummeln im Sitzungssaal zu hören, aber grünes Licht ist grünes Licht. Scheinbar ist keiner in der Lage dazwischenzuhauen. „1 Million Mehrkosten sind ein veritabler Skandal, dessen Konsequenz und Verantwortlichkeiten geklärt werden müssen!“ So wird ein Schuh draus.

Apropos Mitarbeiter. Die Fluktuation ist zu hoch. Das mittlerweile ständige Kommen und Gehen ist dem VG-Rat ebenso ein Dorn im Auge. Vor allem gings nach der Hochzeit bergab? Der Stamm hat sich ausgedünnt. Klingt zwar dramatisch, ist es aber (noch) nicht. Anderswo hat es schließlich auch Verwaltungen. Und wenn man sich verbessern kann, why not? Dennoch, generell fremdelt man halt noch immer ein wenig. Zumindest berichten das vereinzelt Angestellte aus den verschiedensten Bereichen. Und die müssen es ja wissen. Darunter leidet natürlich die Stimmung. Merke, nur zufriedene Mitarbeiter sind gute Mitarbeiter. Lange darf der Zustand allerdings nicht mehr anhalten, weil sonst „Gestaltungskraft“ verlorengeht. Wenn eines aus dem Zeitungsbericht herauszulesen ist, dann ist es Kritik aus allen Fraktionen. Die Verwaltung steht unter Beobachtung. Die muss effektiver´, schlanker und günstiger werden und vor allem muss die liefern. Nochmals zum Mitschreiben, 1 Million Euro Mehrkosten an Personal sind nicht vermittelbar. Da sind die Führungskräfte hier und nicht in Mainz in der Pflicht. Aber sowas von!     

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.