Rettungswachen-Realsatire in einem Song-Kontext: „Skandal um Betti…!“

„Information über Neuorganisation der Rettungswachen im Landkreis Bad Kreuznach.“ – Der Tagesordnungspunkt am kommenden Montag verspricht Spannung. Dann kommt der Kreistag zu seiner Sitzung zusammen. Oder sind am Ende doch schon alle Spatzen gefangen? Der Informations-Charakter setzt ja schon eine zuvor getroffene Entscheidung voraus! Der Blog ist sich jedenfalls tausendprozentig sicher, dass die Mitglieder sich für die Dreier-Lösung aussprechen werden, beziehungsweise die vorgeschlagen bekommen. Allen voran wird Landrätin Bettina Dickes auf diese Variante setzen. Sie hat ja eine solche Konstellation schon immer favorisiert. Und die Erde ist eine Scheibe. Kleiner Scherz! Nennt man es nicht Opportunismus, wenn sich Amtsträger auf die Anpassung an die jeweils politische Lage verstehen? Sei’s drum! Alles andere als ein Einlenken, wäre auch nicht zu vermitteln, um nicht zu schreiben, Balla Balla oder Blem Blem. Will heißen, die Standorte in Kirn und Bad Sobernheim bleiben erhalten und im Soonwald entsteht eine zusätzliche Wache. Schon vor Jahren wusste Dickes, dass insbesondere der Soonwald unterversorgt ist, dass man in Notfällen dort keine schnelle Hilfeleistung bei Einsätzen garantieren kann. Passiert ist nichts! Finde den Fehler? Über Jahre hinweg, haben demnach alle politisch Verantwortlichen diesen Missstand hingenommen, beziehungsweise ausgesessen. Schlimm!

Jetzt kam Druck auf den Kessel. Resolutionen wurden unterzeichnet und auch die BI „Rettet das Kirner Krankenhaus“ hat mit einem initiierten Fernsehbeitrag „Betti“, wie sie die Politikergilde dem Vernehmen nach liebevoll nennt, bloßgestellt. Ihre gravierenden Versäumnisse im Umgang mit dieser Angelegenheit sind unverzeihlich. Schließlich geht es um die Versorgung von Menschen in Notsituationen. Da hätte es hinsichtlich optimaler Versorgung keine zwei Meinungen geben dürfen. Dieser Abwägungsprozess dauert schon viel zu lange. Und schon gar nicht, hätte man aus Kostengründen das Thema auf die lange Bank schieben dürfen. Dazu fällt dem Blog nur ein Wort ein: „Skandal!“ „Skandal um Betti…“ – Gab es da nicht mal eine Hymne aus Bayern? Da wurde zwar die Rosi besungen, aber Betti ließe sich auch perfekt auf die Melodie grölen. Ernsthaft, der Kreis hat seine Hausaufgaben seit Jahren nicht erledigt. Ob es eine konkrete Statistik gibt, inwieweit eine dritte Wache Leben hätte retten können? Wahrscheinlich nicht! Und nunmehr fällt „Betti“ die Chose auf die Füße. Jetzt heißt es Farbe bekennen und retten was zu retten ist. Und das wird man am kommenden Montag auch tun. Geld darf in diesem Prozess keine Rolle spielen. Der Kreis muss vorweggehen. Die Kostenträger werden folgen. „Rettungswachen sollen Menschenleben retten und keine Flächen decken!“

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