Rettungswachen-Posse: Schuldig im Sinne der Blog-Anklage!

Den Stockarer haben ihr Narrengericht und das Kirner Land sein Blog-Gericht. Beide klagen mitunter an: Im Sinne der Anklage in allen Punkten schuldig ist Landrätin Bettina Dickes (CDU)! Sie hat in der Rettungswachen-Angelegenheit versagt, und das, seit vielen Jahren schon. Persönliche Entlastungsgründe kann sie keine geltend machen. Wie auch! Wider besseren Wissens, hat sie verzögert, gebummelt und ausgesessen. Überführt von ihren eigenen Sitzungsprotokollen, scheint sie jetzt zum Einlenken bereit zu sein. Zu spät zwar, um Schuld von ihren Schultern abzuladen, aber zumindest dürften ihr Wasser und Brot im Bollesje erspart bleiben. Man muss sich das mal vorstellen, seit 2020 hatte sie schon grünes Licht für die Einrichtung einer dritten Rettungswache im Soonwald. Doch „Betti“ juckte das Okay des Landes nicht die Bohne. Unverantwortlich und skandalös, wenn verantwortliche Politiker eine optimale Notfallversorgung – und um die geht es – wissentlich verhindern. Finde den Fehler? Gestehen und danach in die Ecke stellen und schämen ist das Mindeste, was der Westen von ihr als erste Sühne erwarten darf. Besser noch wäre eine Selbstverurteilung. Blog-Vorschlag: Vorläufiger Verzicht auf alle Posts mit bunten „Grinse-Eisbällchen-Bildchen“ sowie Essenstellern aus Gaststätten und Heckenwirtschaften. Ja, das träfe sie und ihre bessere Häfte gleich doppelt hart! Blöd nur, Schuldgefühle oder Reue sind der Kreis-First-Lady, zumindest in dieser Sache, völlig fremd. Von daher wird sie am kommenden Montag opportunistisch Einlenken und behaupten: „Ich habe schon immer die dritte Wache gewollt!“ Klassischer Pinocchio-Effekt!

„Frau Dickes, Ihre Rolle rückwärts steht im krassen Widerspruch zur nachvollziehbaren Historie und Faktenlage. Aber sowas von! Rückblick: Schon 2016 hatte der Kreis den Ausbau der Rettungswache Kirn angekündigt. Passiert ist nichts! Schon zu diesem Zeitpunkt hatte man kein Gesamtkonzept in der Schublade. 2020 kam das Go vom Land. Zwei Jahre tatenlos versemmelt. Statt zu bauen, gab der Kreis lieber ein Gutachten in Auftrag. Der Hammer, eine dritte Wache war gar nicht Gegenstand der externen Expertise. Hä? Schlimmer geht nimmer. Unterstellt, strebt Dickes das Optimum erst gar nicht an. Ihre Vorgehensweise der letzten Jahre belegten, dass sie eine dritte Wache niemals nicht auf der Agenda hatte. Ist jemand anderer Meinung? Wohl kaum! Dass ihr die Chose jetzt auf die Füße fällt, dafür steht die Hartnäckigkeit der Städte Kirn und Bad Sobernheim Pate. Nicht zu vergessen, die BI „Rettet das Kirner Krankenhaus“. Die Mitglieder bringen nicht nur die notwendige Öffentlichkeit mit, sondern treffen auch stets den richtigen Ton. Hart aber fair! Eine Delegation wird auch am Montag im Kreistag aufschlagen. Zum Thema ist eigentlich alles schon geschrieben worden und trotzdem treibt es einem beim Blick auf ein fast schon grob fahrlässiges Verhalten der Kreisspitze die Zornesröte ins Gesicht. Übrigens, gut zusammengefasst in dem Artikel „Rettungswache bleibt ein heißes Thema in Kirn“. Wenn es um die Rettung von Menschenleben geht, darf es keine Kompromisse geben. Punkt! Dickes und Co wollten die Angelegenheit indes bis zum Wechsel der Verantwortlichkeit am 1. Juli aussitzen. So schaut’s aus! Schämt Euch! Wo sind bloß die Politiker mit Format und Anstand geblieben? Im Landkreis Bad Kreuznach gehören die definitiv zu einer aussterbenden Rasse.      

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