Da haben sich die Steinbeißer am Dhauner Wald tatsächlich die Zähne ausgebissen!

Das Wichtigste vorneweg: Der Dhauner Wald bleibt uns allen als grüne Lunge und Naherholungsgebiet erhalten. Hurra! Die gestrige Freuden-Botschaft dürfte bei den meisten Menschen für Erleichterung gesorgt haben. Die Steinbeißer müssen ihre Finger weglassen. Nur gucken, nicht anfassen – passt! Wäre ja auch noch schöner, wenn die Stadt dem Werben der NHB-Verantwortlichen nachgegeben hätte. Deren zuletzt aufgebaute Drohgebärde, mit dem Wiedereinstieg auf Halmen im großen Stil für den Fall, dass der Dhauner Wald nicht zu haben sein sollte, bugsierte die Kaufinteressenten endgültig ins Abseits. So verhält man sich nicht am Verhandlungstisch. Der Knockout für die Steinbruch-Raupe „Nimmersatt“ ist besiegelt und verkündet. Die muss draußen bleiben! Der Schlussstrich des Stadtrates unter diese Angelegenheit ist dick und fett. Unumkehrbar? Nichts ist zwar für die Ewigkeit, aber es ist kaum vorstellbar, dass über kurz oder lang der Gesprächsfaden wieder aufgenommen werden könnte. Gut so! Ziel erreicht! Die Bürgerinitiative „Rettet den Dhauner Wald“ kann mit dem Ergebnis zufrieden sein. Und wie!

Auch über den Weg dahin? Ansichtssache! Man kann über deren Vorgehensweise gewiss lauthals diskutieren. Da ist sicherlich nicht alles rund gelaufen im persönlichen Umgang miteinander. Es ist halt immer von Nachteil, wenn die Initiatorin einer Bürgerinitiative selbst im Stadtrat ein Wörtchen mitredet. Ex-Bürgermeisterin Christina Bleisinger aus Simmertal lässt recht schön grüßen. Sie ist gegangen worden! Der Interessenkonflikt ist unabweislich vorprogrammiert. Gezwungenermaßen ist einiges an Porzellan zerschlagen worden. Keine Frage, da bleibt im weiteren Miteinander was hängen. Cornelia Dhonau-Wehner (CDU) und Bürgermeister Frank Ensminger (FDP) sowie der restliche Stadtrat werden irgendwann wieder die Friedenspfeife rauchen, ja rauchen müssen. Zum Wohle der Stadtpolitik ein paar tiefe Züge – passt!  Wahr ist, Bürgerinitiativen müssen klare Kante zeigen und dürfen auch schon mal verbal über die Strenge Schlagen. Ohne deren Druckaufbau wäre der Deckel bei weitem noch nicht drauf. Wahr ist aber auch, durch haltlose Vorwürfe, hinsichtlich Klüngelei oder Absprachen, hat sich Dhonau-Wehner unnötig ein Eigentor geschossen. Abgesehen davon, wäre die Steinbruchinitiative ohnehin gescheitert. Der Bürgerwille ist eindeutig abweisend! Und über den hätte sich der Souverän niemals hinweggesetzt. Die zu erwartende Folge: Im Stadtrat wird die „Kämpferin“ und gleichzeitig „Reizfigur“auf absehbare Zeit isoliert sein. Sie wird es gewiss verschmerzen. Über allem steht nämlich ihr Erfolg, den Dhauner Wald gerettet zu haben. Zumindest hat sie mit ihrem Vorpreschen einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt geleistet. Das bleibt. Dafür wird sie von ihren engsten Mitstreitern gefeiert werden. Und auch der Blog feiert ein wenig mit.

War es das jetzt? Never Ever! Jetzt werden sich die Steinbeißer die Wunden lecken und dann die Situation neu bewerten. Es steht ja noch immer die Drohung mit „Halmen“ im Raum. Wird man den Trumpf jetzt ziehen? Und wenn, kann der überhaupt noch stechen? Die Stadt wäre gut beraten sich diesbezüglich zu positionieren. Sich rechtlichen Beistand einzuholen, wäre eine kluge Entscheidung. Die NHB hat zwar eine „Schlacht“ verloren, aber (noch) nicht den Krieg! Die Metapher ist zwar in der heutigen Zeit unsensibel, aber die Leser werden den Vergleich einzuordnen wissen. Das Unternehmen hat (noch) nicht fertig. Aus der Ecke kommt noch was. Ganz sicher! Die BI wäre gut beraten weiterhin aufmerksam zu bleiben.       

4 Antworten auf „Da haben sich die Steinbeißer am Dhauner Wald tatsächlich die Zähne ausgebissen!“

  1. Vorsicht! Das Thema ist noch nicht vorbei. Zitat aus der Zeitung: „Das Thema einer Steinbrucherweiterung in den Dhauner Wald ist vorerst erledigt: In der Sitzung des Stadtrats am Donnerstagabend hat Stadtbürgermeister Frank Ensminger [FDP] die geplante Vorstellung des als Zukunftsprojekt Steinbruch der Nahe-Hunsrück-Baustoffe GmbH [NHB] laufende Projekt von der Tagesordnung genommen.“ Bitte mal genau lesen was das steht. Das Wort „vorerst“ fällt ist Auge. Vorerst kann ein sehr kurzer Zeitraum sein. Zum Beispiel: „Vorerst ist der Arbeitsvertrag befristet.“ Hier handelt es sich dann um 6 bis 12 Monate. Und dann steht im Text: „Von der Tagesordnung genommen.“ Dann wird eben erst im Geheimen verhandelt. Hört sich an, wie bei den Bundesjugendspielen, wenn man bereits jubelt, aber noch nicht an der Ziellinie beim 100-Meter-Lauf vorbei ist.

  2. Vorsicht! Das Thema ist noch nicht vorbei. Zitat aus der Zeitung: „Das Thema einer Steinbrucherweiterung in den Dhauner Wald ist vorerst erledigt: In der Sitzung des Stadtrats am Donnerstagabend hat Stadtbürgermeister Frank Ensminger [FDP] die geplante Vorstellung des als Zukunftsprojekt Steinbruch der Nahe-Hunsrück-Baustoffe GmbH [NHB] laufende Projekt von der Tagesordnung genommen.“ Bitte mal genau lesen was da steht. Das Wort „vorerst“ fällt ins Auge. Vorerst kann ein sehr kurzer Zeitraum sein. Zum Beispiel: „Vorerst ist der Arbeitsvertrag befristet.“ Hier handelt es sich dann um 6 bis 12 Monate. Und dann steht im Text: „Von der Tagesordnung genommen.“ Dann wird eben erst im Geheimen verhandelt. Hört sich an, wie bei den Bundesjugendspielen, wenn man bereits jubelt, aber noch nicht an der Ziellinie beim 100-Meter-Lauf vorbei ist.

  3. Wie Herr Brandenburg schon fragt, kann die BI etwas gegen die Nutzung auf Halmen ausrichten? Es ist auch interessant zu erfahren, was die Aussagen „vorerst“ und „von der Tagesordnung genommen“ in der Realität bedeuten.
    Wir werden sehr wachsam bleiben und ich möchte nicht in Kürze von Probebohrungen im Dhauner Wald überrascht werden.

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