Blick in eine ungewisse Zukunft: Steinbruchkante im 2051!

So in etwa könnte der Kirner Steinbruch sich ausweiten, wenn man der NHB freie Hand lässt!

„Das Kirner Land, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2051. Zu sehen ist die bedrohlich wirkende Steinbruchkante des NHB-Steinbruchs mit Namen „Nimmersatt“, deren oberste Steinbeißer es durch gezielte Drohgebärden am Ende doch noch geschafft haben, sich durch den kompletten Dhauner Wald, bis nahezu hinauf an Altenheim und Häusergrenzen, zu fressen. Getrieben von einem unbändigen Hunger nach Schotter, Schotter und noch mehr Schotter, drehten sie das einstige Naherholungsgebiet Meter für Meter auf links. Viele Lichtjahre von einer guten Kinderstube entfernt, verwandelte das Unternehmen die einstige grüne Lunge in eine triste Mondlandschaft, inklusive Staub und Lärm, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat…“

Science-Fiction-Drama in Kirn? (Noch) nicht, aber fast! Die überspitzte Szenerie wirkt beklemmend. Spinnen wir weiter: Kirner Steinbruch-Sünden, wohin man nur schaut. Das einstige Naherholungsgebiet ist einer Basaltkante in XXXL-Format gewichen. Der Lückenschluss bis hinaus auf „Halmen“ ist längst vollzogen und auch bis tief hinein ins Hinterland wird seit Jahren schon gesprengt. Der Dhauner Wald ist Geschichte! Lediglich von der damaligen Bürgerinitiative übriggebliebene Schautafeln, aufgestellt in der Innenstadt, liefern noch Eindrücke und Impressionen eines intakten Forstes anno 2022. Schulkinder drücken sich im Zuge des Faches Heimatkunde regelmäßig ihre Nasen daran platt. „Ja, liebe Kinder, in den 2020er-Jahren konnten man im Naherholungsgebiet noch Waldbaden“, klärt die Lehrerin auf. Ihr hingegen werdet mit einer Schotter-XXXXXXL-Spielgrube sowie Staub und Lärm aufwachsen. Nicht schön, aber nicht mehr zu ändern. Leider! Kirn und der Steinbruch, da ist etwas zusammengewachsen, was in dieser Ausdehnung absolut nicht zusammengehört. Kein Wunder also, dass die Stadt lediglich noch 4500 Einwohner zählt. Alle die konnten haben der Stadt den Rücken zugekehrt. Von Lebensqualität kann hier kaum noch die Rede sein. Ohne den schützenden Wald im Rücken zu wissen, hat Kirn jeglichen Charme verloren. Und der letzte knipst das Licht aus.

Zugegeben, die Szenerie ist zwar stark überzeichnet, aber wenn die NHB irgendwann den Zuschlag doch noch erfahren sollte, von der dann finsteren Realität doch nicht so weit entfernt. Gut, dass die BI den Deckel draufmachen konnte und der Stadtrat nächste Woche den dann zunagelt. Zumindest vorläufig. Dranbleiben!      

Eine Antwort auf „Blick in eine ungewisse Zukunft: Steinbruchkante im 2051!“

  1. 2051? Bis dahin ist mein Haus sicher eingestürzt oder voller Risse. Die haben hier oft so heftige Sprengungen, dass das ganze Haus wackelt. Und noch sind die weit weg. Je näher die kommen, desto mehr wird das mein Haus zu spüren bekommen. Und es wird jetzt schon kräftig durch geschüttelt.

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