Neues aus dem Ortsgemeinderat Hochstetten-Dhaun: Spatenstich Bahnhof mit Ministerin Katrin Eder!

Sehr Bau lastig war die soeben zu Ende gegangene Ortsgemeinderatssitzung. Klar, denn Hochstetten-Dhaun ist gerade eine einzige Baustelle. Während Hochwasserschutz und Ortsumfahrung auf die Zielgeraden eingebogen sind, geht es am Bahnhof erst jetzt so richtig los. Zwar ist man noch mit den Vorarbeiten beschäftigt, aber dann. Nach dem offiziellen Spatenstich, am 28. Juli, zu der sich schon jetzt viel Politprominenz angesagt hat, will die Bahn so richtig durchstarten und während der dreiwöchigen Vollsperrung – unter Schienenersatzverkehr – sogar rund um die Uhr arbeiten. Machen die immer so. Und wenn es zu laut wird, dürfen die Anlieger ins Hotel übersiedeln. Das ist Standard bei der Bahn.

Zurück zum Spatenstich: Dass das Who is Who von Bahn, Verwaltungen, Politik und weiß Gott noch wer sich nach knapp 20 Jahren Verzögerung, Hinhaltung und leeren Versprechen, überhaupt noch traut ein öffentlichkeitswirksames Tam-Tam zu veranstalten, lässt tief blicken. Vier Wahlkämpfe hat die SPD mit dem Thema Bahnhof führen müssen, bis es jetzt endlich klappt. Anstatt Abbitte zu leisten für Rückstan in XXXL-Format, lassen sich die Verantwortlichen an diesem dann „besonderern“ Tag feiern. Und die Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz, Katrin Eder, darf auch zum Spaten greifen. Sie hat sich angekündigt. Die Presse ist auch schon für die übliche Hofberichterstattung eingeladen worden – zumindest mündlich. Der Blog darf das jetzt so schreiben: Der Termin ist eine reine Show-Einlage oder Selbstlob-Feier, gemäß dem Motto: Schaut her, was wir für Euch tun!“ Zum Fremdschämen nach der Bummelei zwar, aber so läuft nun einmal das Geschäft.

Interessant und so nicht erwartbar, ist der Beschluss bezüglich Dorferneuerung in einem Volumen von 444.000 Euro für 17 Projekte. Scheinbar hat sich der Ortsgemeinderat zum großen Wurf, wie vom Blog mehrfach gefordert, durchringen können (weiterer Bericht folgt). Respekt!

Eine Antwort auf „Neues aus dem Ortsgemeinderat Hochstetten-Dhaun: Spatenstich Bahnhof mit Ministerin Katrin Eder!“

  1. Dass man keine gescheite Verknüpfung zwischen den neuen Bahnsteigen und der neuen „Lebensader“ B41 baut, wo Menschen schnell und ohne Aufwand von der Transit-Straße auf die Schiene wechseln können, ist leider Programm des Verkehrssektors der Landesregierungen von Rheinland-Pfalz. Der neue Bahnhof wird damit ausschließlich der Hochstettener Bevölkerung dienen. Die barrierefreien Bahnsteige sind generell natürlich sehr gut, doch ist die Vorgehensweise, eine am meisten befahrene Straße im Tal konsequent von der parallelen Schiene zu trennen, Plan des Landes Rheinland-Pfalz. Die Menschen sollen nicht wirklich die Wahl haben, sondern Auto fahren. Punkt.
    Hängt das vielleicht gar mit dem Wahnsinn zusammen, der derzeit und in den nächsten Jahren auf der B41 getrieben wird: der völlig bedarfsfreie und gar gefahrbringende 4spurige Ausbau dieser Straße? Und auch eine weitere gar optimale Chance, leicht vom Auto auf den Zug umzusteigen, will man dort vertun und gar wegbauen.
    Die Verkehrspolitik der 1970er Jahre läuft im Land weiter. Und die (wechselnden) Verantwortlichen scheinen es nicht zu merken und wollen mit uralten „Highlights“ glänzen.

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