Hitzeextreme: Warum nicht „Schönwetter“ einführen? Schlechtwetter geht doch auch!

Boah, was für eine Mörder-Hitze! Zeit für „Schönwetter“? Andersrum geht es doch auch. Schlechtwettertage sind auf dem Bau ein größeres Übel als in anderen Berufen. Die Arbeit wird erschwert oder ganz behindert. Teils werden auch zusätzliche Maßnahmen oder Baustellenstopps nötig. Bisher reduzierten sich Schlechtwetter-Phasen nur über den Winter! Logisch, extremer Schnee und Eis, lassen einen Einsatz auf dem Bau nicht zu. Bei den immer dramatischer werdenden Heißwetterlagen, sollte man sich auch einmal über „Schönwetter-Phasen“ den Kopf zerbrechen. Bei Temperaturen um die 40-Grad-Marke, sollte kein Bauarbeiter mehr in der Sonne arbeiten müssen. Auch alle anderen nicht! Das Rödeln im Freien ist dann nämlich mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden.

Menschen, die unter der Sonne ihren Tätigkeiten nachgehen müssen, gehören spätestens ab 37 Grad in Hitzefrei geschickt. Das geht! Die Firma Scheider Merxheim hat letzte Woche von jetzt auf gleich alle Arbeiten eingestellt. Schwimmbad statt Tief- oder Hochbau – passt! Respekt vor der ausgegebenen Marschrichtung der Arbeitgeber, ihre Angestellten keinesfalls brutzeln zu lassen. Nachahmer gesucht? Morgen soll das Thermometer wieder in unerträgliche Höhen klettern. Die Prognosen lassen einen heißem Wochenstart erwarten! Dann lieber ganz früh am Morgen anfangen, um dann in der Nachmittagssonne zu Hause sein zu können. Gegen die Mörder-Hitze sollte niemand ankämpfen müssen. Daher, „Schönwetter“ gehört auf die gleiche Stufe gehievt wie „Schlechtwetter“. Mit den gleichen Regeln versehen, so auch mit einem „Schönwettergeld“.  

Eines ist gewiss: Es wird immer öfter immer heißer, jedoch am Arbeitsplatz bestehen selbst bei tropischem Klima kaum Rechte auf eine Auszeit. Daher sollten Fürsorgepflichten der Arbeitgeber greifen: Er muss auf heißes Wetter reagieren, das ergibt sich aus dem Arbeitsschutzrecht, der Arbeitsstättenverordnung und der Fürsorgepflicht. Blöd nur, vielen Arbeitgeber entledigen sich ihrer Verantwortung. „Schneider Bau“ vorn? Und wie, und das nicht unbedingt nur bei Hitze!

Eine Antwort auf „Hitzeextreme: Warum nicht „Schönwetter“ einführen? Schlechtwetter geht doch auch!“

  1. Das ist wirklich vorbildlich, was Schneider Bau da macht und sollte viele Nachahmer finden! Eigentlich sollte das auch ins Arbeitsrecht Einzug finden! Vielen Dank für diese Info!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.