Bummel-Verbandsgemeinde! Niederschrift erst 4 Monate später im Mitteilungsblatt!

Wie himmelschreiend ist das denn? In der gleichen Woche, in der das Kirner Freibad die Badesaison nach einem Jahrhundertsommer beendet, kommt die Verbandsgemeinde mit dem Protokoll der VG-Ratssitzung vom 3. Mai um die Ecke. Unfassbare vier Monate hat man gebraucht, um die Tagesordnungspunkte im Mitteilungsblatt abzubilden. Ohne Worte! Kurios, einer der vielen Sachthemen seinerzeit war die Festlegung von etlichen Rahmenbedingungen für den kompletten Sommer-Badebetrieb. Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Mehrfachkarten, Corona-Regeln und, und, und – passt! Ganze drei Tage vor der Schließung am Sonntag erreichen die Saison-Infos nunmehr die potenziellen Badegäste über die eigene Präsentationsplattform schlechthin. Die Saison-Bedingungen werden bekanntgegeben, wenn das Schwimmbad schließt, das nennt man dann ja wohl Treppenwitz des Jahres.

Spät ist besser als nie? Naja, der Spruch greift auch nicht immer. Warum erst jetzt? Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man lauthals über die längst überfällige Niederschrift oder Botschaft lachen. Die Verwaltung, inklusive der politisch Verantwortlichen, sollten sich für diese Bummelei in XXL-Format in die Ecke stellen und schämen. Aber sowas von! Ein Sitzungsprotokoll niederzuschreiben ist ein Klacks. Das schaffen pfiffige Praktikanten innerhalb von einer Stunde, hochdotierte Verwalter in 30 Minuten. Die Verbandsgemeinde sollte unbedingt ihren eigenen Zeitkompass nachjustieren. Was Protokolle angeht, ist die bekanntlich ja Wiederholungstäter. Müssen diesbezüglich nicht Fristen eingehalten werden? Ein Fall für den Fakten-Check. Ehrlich, wenn man so einfache Formalien nicht zeitnah auf die Reihe bekommt, wie will man dann bitteschön die großen Themen, etwa Ärztehaus, wuppen? Dem Blog fehlt da jegliche Phantasie. Zwei, drei Wochen okay, aber gleich vier Monate Zeitspanne zwischen Sitzung und Veröffentlichung gehen gar nicht. In diesem Monat ist noch eine VG-Ratssitzung terminiert. Die Niederschrift kommt dann vielleicht am „Dicke Donnerstag“ 2023 ins Blatt. Helau!  

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