Entsteht die Kirner Rettungswache neben der Feuerwehr?

Soviel ist sicher, Kirn behält seine Rettungswache! Und das ist gut so. Alles andere wäre auch nicht vermittelbar gewesen. Nur wo? Neuerlichen Äußerungen der Kreis-First-Lady im Öffentlichen Anzeiger zufolge, will die eine neue Wache neben den Kirner Feuerwehr verortet sehen. Zumindest könne sie sich diesen Standort gut vorstellen. Warum nicht, denn die Ausfallstraßen führen in alle Richtungen. Und außerdem, eine Rettungswache muss nicht zwangsläufig am Krankenhaus angesiedelt sein. Die einst favorisierte Zwei-Wachen-Lösung, mit neuen Standorten in Hochstetten-Dhaun und Waldböckelheim, ist endgültig vom Tisch. Die dritte Rettungswache im Soonwald soll kommen und Kirn sowie Bad Sobernheim mit Neubauten gestärkt werden – passt! Nur wann? Nach wie vor sind es nur Absichtserklärungen, die aus dem Kreishaus kommen. Aber immerhin ging dort jemand ein Licht auf. Man sei in der Abstimmung mit den Kassen. Die seien wichtige Kostenträger, heißt es.

Blöd, die Gespräche ziehen sich hin. Mein Gott, das dauert! Leidtragende sind alle zukünftigen Notfallpatienten, denen im Falle eines Falles nicht rasch genug geholfen werden kann, weil Politik und Kassen die Neustrukturierung schon viel zu lange verzögern. Grob fahrlässig wohlgemerkt. Der Kreis hätte das Rettungskonzept vor Jahren schon mit einem Rettungs-Dreieck neu aufstellen können. Der hatte ganz alleine den Hut auf. Die Mär, das fehlende Okay vom Land ständig wiederzukäuen, ist nur noch peinlich. Das Land stand nie auf der Bremse. Im Gegenteil! Schlimm, Dickes und Co haben den Prozess über Jahre hinweg einfach ausgesessen und dem Land den Schwarzen Peter zugeschoben. Dazu fällt dem Blog nur ein einziges Wort ein: Beschämendl! Sei’s drum, den Blick gilt es nunmehr nach vorne zu richten. Die Landrätin ist ja jetzt auf Linie und urplötzlich eine bekennende Anhängerin der Drei-Wachen-Lösung mit allen Konsequenzen. War sie wahrscheinlich schon immer. Sie konnte es halt nicht so zeigen. Wow, die ist ja jetzt eine von uns! Nun kommt aber mal aus dem Quark und schafft Fakten. Notfalls ohne die Zustimmung der Kassen. Schließlich geht es um Menschenleben.    

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