Alles eine Frage der Wahrnehmung: Ausgemachte Gefahrenstelle Altestraße ist nicht wirklich eine!

Das Wichtigste vorneweg. Der Blog sieht kein größeres Gefahren- und Konfliktpotenzial entlang der Altestraße. Ab und an ruckelt es zwar im Begegnungsverkehr, aber wenn sich alle an geltende Regeln und Vorschriften halten, dann kann das mit etwas gutem Willen und gegenseitiger Rücksichtnahme entspannt ablaufen. Um was geht es? Stichwort Verkehrsbelastung! Nun, alles unterliegt dem Prinzip Ursache und Wirkung – auch und vor allem das weite Spielfeld ruhender sowie fließender Verkehr. Konkret, wenn durch die Erschließung von immer mehr Baugebieten die Verkehrsbelastung  in einer engen Dorfstraße immer mehr zunimmt, dann steht die in einem kausalen Zusammenhang. Klingt logisch, ist logisch! Die Ursache sind mehr Häuser und mehr Menschen. Die Wirkung, mehr Autos und mehr Verkehr in einer Dorfstraße, die dafür nicht ausgelegt ist. Und wenn es sich extrem ballt, entstehen mitunter knifflige Gefahren-Szenarien. Der Blog ist zwar Vielfahrer, hat selbst noch keine erleben müssen. Meist träten die im Bereich der langgezogenen Kurve, beginnend bei Hausnummer 15, auf. Weil dort Anlieger ihre Autos mehrfach abstellen, hake es ab und an im Begegnungsverkehr.

„Man müsse nicht selten voll in die Eisen“, so die Schilderung von einem Ratsmitglied. Das man das Bremspedal in einer Tempo 30-Zone in keinem Szenario durchdrücken muss, wenn sich alle an die erlaubte Geschwindigkeit halten – geschenkt. Überhaupt, man muss seine Fahrweise auch immer den örtlichen Gegebenheiten anpassen. Ortsbürgermeister Hans Helmut Döbell will das Ordnungsamt auf den Plan rufen, im Umkehrschluss also Knöllchen verteilen lassen. Ob der Schuss aus der Hüfte heraus die Lösung ist, möge jeder für sich selbst entscheiden. Die Männer mit dem Knollenblock brauchen nämlich Tatbestände. Wann ist eine Kurve eigentlich „scharf“? Und wo fängt der Kurvenbereich an und wo hört er auf?

Bis wohin und ab welcher Stelle darf man halten? Fragen über Fragen, die in dieser eher leichten Biegung Einzelfallentscheidungen obliegen. Die Rechtsprechung ist eben nur bei 180-Grad-Kurven eindeutig. Aber auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel. Will die Ortsgemeinde Klarheit schaffen, muss sie Verbotsschilder aufstellen oder Parkbuchten aufpinseln. Derzeit lassen sich nur punktgenaue Verwarnungen aussprechen, wenn die Fahrzeuge teils auf dem Gehweg stehen. Und das tun die meisten. Ansonsten wird es schwierig den Haltern beizukommen, weil ja grundsätzlich auf der Straße geparkt werden darf. Überhaupt, auf der Straße geparkte Fahrzeuge sind so etwas wie natürliche Verkehrsberuhigungsmaßnahmen. Verflixt ist das alles kompliziert.

Fakt ist, der „Kurvenbereich lässt sich aus Blog-Ansicht nur über klare Regelungen „entschärfen“. Und die muss man wollen und in die Wege leiten. Wahr ist, die Mutter allen Übels ist und bleibt der beständig zunehmende Verkehr durch immer neue Baugebiete. Dass es sich deshalb an Engstellen mitunter staut, ist, wenn überhaupt, lediglich ein Symptom und Folge einer insgesamt stärkeren Frequentierung. Und die steigert sich mit jedem neuen Eigenheim. Klar, mehr Häuser, mehr Autos! Kleiner, aber feiner Unterschied, der allerdings nochmals aufgedröselt gehört. Wahr ist aber auch, die Ortsgemeinde wusste um diese Entwicklung. Dem Streben nach weiteren Baugebieten wurden alle negativen Folgen untergeordnet.  

Eine Antwort auf „Alles eine Frage der Wahrnehmung: Ausgemachte Gefahrenstelle Altestraße ist nicht wirklich eine!“

  1. Nicht nur mehr Verkehr: Die Autos werden [leider] auch immer breiter.
    Wenn man mal einen Mini aus den 70ern neben einem aktuellen Mini parkt, erschrickt man regelrecht wie groß selbst der kleine Mini geworden ist. Sieht man zum Beispiel auch gut auf dem alten Parkplatz der Fundgrube [Emporium-TheLöft] in Kirn: Die Parkplätze sind viel zu eng eingezeichnet, so dass es dort regelmäßig Polizeiberichte wegen Parkremplern gibt.

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