Kann Hochstetten-Dhaun auf ein Starkregenkonzept zurückgreifen?

Schutz von Überflutungen ist mehr denn je ein wichtiges Thema. Man muss heuer nur zum Conratherhof blicken, wo Gewitter für Sturzbäche und Überflutungen sorgte. Das Wasser flutete den Löschweiher und strömte ungebremst Richtung Weiler. Warum? Warum haben Starkregenereignisse hier und anderswo so massive Auswirkungen. Ist die zunehmende Versiegelung die Ursache, trocken und festgefahrene Böden oder liegt es an den Wassermengen? Wobei, unwetterartige Regenfälle gab es schon immer. Den Ursachen sollte man unbedingt auf den Grund gehen. Tut man ja mittlerweile auch.  Wie schaut die Situation in Hochstetten-Dhaun aus? Was wäre wenn? Was wäre, wenn über der Ortschaft der Himmel seine Schleusen derart öffnen, wenn 50 bis 150 Liter auf den Quadratmeter in kürzester Zeit herabregnen würden? Schwer zu analysieren. Das neue Neubaugebiet „Scheiberling“ birgt so ein Potenzial. Schon jetzt fließt das Wasser unkontrolliert in die Straße „Im Weilborn“. Der Kanal dort ist überlastet. Und das ist nur ein Beispiel! Hat die Ortsgemeinde ein Unwetterkonzept in der Schublade? Weiß die um die Schwachstellen in den einzelnen Ortsteilen? Fakt ist, die gibt es? Überall wo Straßen und Wege von den Hängen hinab in die Ortschaften hineinreichen, können sich die in Nullkommanix in reißende Flüsse verwandeln.

Die Kanalisation hätte bei solchen Wassermengen keine Chance. Wasser sucht sich bekanntlich seinen Weg und sammelt sich an den tiefsten Stellen. Die Feuerwehr weiß um mögliche Überflutungsflächen in den Ortslagen, welche Häuser besonders gefährdet sind. Bleibt die Frage, wissen das auch die Eigentümer? Gewissheit könnten sogenannte Fließpfadkarten, die die Wege zeigen, die das Wasser bei Starkregen nehmen kann, bringen. Verfügt die Ortsgemeinde über solches Kartenmaterial? Wahrscheinlich nicht! Wahr ist, bei apokalyptischen Wassermengen helfen keine noch so gut durchdachten Maßnahmen seitens einer aufmerksamen Ortsgemeinde. Voraussetzung, die hat überhaupt eine vage Vorstellung von möglichen Schwachstellen. Hat Hochstetten-Dhaun mal bei Experten hinsichtlich möglicher Gefahrenstellen nachgefragt? Wohl eher nicht. War bisher ja auch kein Thema. Daher sollte man dringend nachjustieren und die Situation extern neu bewerten lassen. Gut angelegtes Geld, möchte man meinen. Das heißt, man müsste zwingend analysieren, welche Risiken es gibt und wo das abfließende Wasser entlang laufen könnte. Wahr ist aber auch, jeder kann private Maßnahmen ergreifen, um sein Hab und Gut wenigstens etwas zu schützen. Es ist nicht immer nur die Nahe, die über die Ufer tritt.

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