Neues aus dem Kirner Krankenhaus: Das ist jetzt Schwerpunkt für Handchirurgie.

Hört, hört, seit Jahren schon kämpft die Stiftung kreuznacher diakonie für eine auskömmliche Finanzierung des Krankenhauses in Kirn. Die neuerliche Pressemitteilung lässt sich richtig, richtig, gut an. Weiter heißt es sinngemäß in dem Papier, dass das Ministerium an einer Bestandsgarantie nicht rüttele, weil das unverzichtbar für die regionale Versorgung von Patienten sei, und dies, trotz angespannter Haushaltslage. Damit man einen Sicherstellungszuschlag für den Standort Kirn weiterhin mit den Krankenkassen verhandeln könne, schaffe die Stiftung kreuznacher diakonie die notwendigen Rahmenbedingungen. Im Klartext, man will den Klinikstandort in Kirn als eigenständiges Krankenhaus unter einer neuen IK-Nummer (Institutskennzeichen) betreiben.

„Dies hat jedoch keine Auswirkungen auf die Patientenversorgung oder Arbeitsplätze“, betont Klinikleiter Manuel Seidel, „Unser Ziel ist es, das Versorgungsangebot aufrecht zu erhalten und eine gute medizinische Versorgung der Patienten sicherzustellen.“ Klingt doch recht vielversprechend, gell? Der Patient Krankenhaus wird zwar noch immer im künstlichen Koma gehalten, ist in seinem besorgniserregenden Zustand aber stabil. Und wenn jetzt noch das Land Rheinland-Pfalz, in Person von Gesundheitsminister Clemens Hoch, das gegebene Versprechen seiner Vorgängerin, Sabine Bätzing–Lichtenthäler, erneuert – wie von der BI Kirner Krankenhaus gewünscht – umso besser.

Und was gibt es sonst noch Neues? Nun, Kirn hat sich quasi von jetzt auf gleich auf handchirurgische Eingriffe spezialisiert. Ja, richtig gelesen. Wie es in der Pressemitteilung weiter heißt, werden seit diesem Jahr bereits spezielle Operationen in Kirn angeboten und durchgeführt. Von dem Spektrum hatte der Blog noch so gar nichts gehört. Heißt das nun, dass man mit schweren Handverletzungen, etwa komplizierten Brüchen, abgetrennten Fingern oder schweren Quetschungen in Kirn aufschlagen kann? Maybe? Vielleicht klärt der Träger ja mal über das neue Standbein „Hand“ auf? Werbung und Aufklärung sind wichtig. Man muss mit den Pfunden wuchern, die man hat. Ebenfalls betont Klinikleiter Seidel, dass der Träger einen Oberarzt als Nachfolger von Herrn Dr. Brunk gewinnen konnte, der zukünftig die Bereiche Orthopädie, Unfall- und Viszeralchirurgie abdecken wird. Einschränkend fügt er zu guter Letzt hinzu: „Trotz dieser Maßnahmen ist die wirtschaftliche Sicherung des Kirner Krankenhaus eine große Herausforderung für den Träger.“ Und? Einfach kann schließlich jeder. Von daher nicht jammern, sondern sich den Herausforderungen stellen.

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