Seltsame Steinbruch-Pressemitteilung zum Tierheim: Welche regionalen und lokalen Politiker waren eingeweiht?

Causa Tierheim: Es wird immer nebulöser! Jetzt hat sich der gescholtene Steinbruchbetreiber in einer Pressemitteilung zu Wort gemeldet und alle Vorwürfe zurückgewiesen. Darin heißt es konkret, dass man vor eineinhalb Jahren schon die regionale Politik über die anstehenden Veränderungen der Flächennutzung und den Folgen für das Tierheim hingewiesen habe. Wer ist bitteschön regionale Politik? Geht es auch konkreter? Weiter heißt es wörtlich: „Seitdem suchten wir gemeinsam mit der lokalen Politik nach einem Folgestandort für den Verein – bisher leider vergeblich“. Wieder brandmarkt man pauschal, dieses Mal die lokale Politik. Schwammig und unpräzise, das Ganze. Warum nennt man nicht Ross und Reiter beim Namen? Wollen die Steinbruch-Verantwortlichen am Ende Mistrauen und Zwietracht unter den Volksvertretern säen, aus welchen Gründen auch immer? Definiere „regional“ und definiere „lokal“? Untergliedert das Unternehmen in Vertreter aus Stadt und Land?

Diese Vermutung liegt zwar nahe, aber nichts genaues weiß man eben nicht. Dass sich diese angesprochene Gilde sowohl aus Kirn, als auch dem Umland mehrheitlich unwissend gibt – geschenkt. Vielleicht hat die einfach nicht richtig hingehört. Der Pressemitteilung nach, hat der Steinbruch frühzeitig und umfassend jeden Politiker mit ins Boot genommen. Mehr noch: Man habe sogar gemeinsam nach Alternativen gesucht, und dies, schon seit mehr als eineinhalb Jahren. Fündig sei man hingegen (noch) nicht geworden. Hey, müssten sich daran nicht die lokalen und regionalen Vertreter erinnern? Tun sie aber nicht. Hätte das geheimnisvolle lokale Team „wir-alle-suchen- gemeinsam-eine-neue-Alternative-für ein-neues-Tierheim“ beim Tierschutzverein und gleichzeitigem Betreiber, um Rat fragen sollen? UNBEDINGT! An dieser Unkenntnis dürften die Tierfreunde noch lange zu knabbern haben. Es ist wie immer, diejenigen, die es betrifft, erfahren es zuletzt. Eine Schande ist das. Die Posse gehört aufgearbeitet. Aber sowas von.

Aber am Ende wird gewiss alles gut. „In Anerkennung der wichtigen Arbeit des Tierschutzvereins haben wir weiterhin unsere volle Unterstützung im Rahmen unserer Möglichkeiten bei der Suche nach einem neuen Jahr zugesichert“, heißt es am Ende versöhnlich. Eine typische Höflichkeits-Floskel, mehr nicht. Eineinhalb Jahre schon hat man mit der lokalen Politik gesucht und bisher nichts gefunden. Was bitteschön lässt die Steinbruchbetreiber hoffen, dass bis Januar die Idealfläche doch noch wie Kai aus der Kiste gesprungen kommt. Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.   

Eine Antwort auf „Seltsame Steinbruch-Pressemitteilung zum Tierheim: Welche regionalen und lokalen Politiker waren eingeweiht?“

  1. Ich verstehe die Aufregung nicht. Ganz aktuell schickt uns die Regierung sehenden Auges in den Energiekostenuntergang. Die regionalen Volksvertreter nutzen nur die Blaupause von oben. Es wird viel diskutiert, gesucht, geworben, geprüft und am Ende kommt eine Notlösung, mit der man die Öffentlichkeit erst Mal beruhigen kann. An der lahmen Art, das Thema anzupacken, sieht man auch den Stellenwert, den der Tierschutz in unserer politischen Gesellschaft einnimmt. Wach werden die erst, wenn keine Stelle mehr da ist für Fundtiere, Notfälle, Prävention und die Verwaltung nicht mehr weiß wohin mit den Tieren. Schade, dass eine so wichtige gesellschaftliche Aufgabe so wenig Hilfe von den Volksvertretern bekommt. Mit der laschen Einstellung erreicht man nur, dass ehrenamtliche Aufgaben abgewertet und damit uninteressant für viele werden, die sich gerne einbringen wollen. Das ist ja auch kein Thema, mit dem man Wahlen gewinnen oder pressewirksam Punkte sammeln könnte. Irgendwas läuft absolut unrund in unserer Gesellschaft. Diese Entwicklung erschreckt und besorgt mich.
    Bezeichnenderweise hat man schon alles ausgelotet was nicht geht. Tip: Fragt einfach Mal, wie es gehen könnte. Aber das ist wahrscheinlich zu teuer.

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