Ursachenforschung: Überall melden Schwimmbäder Besucherrekorde, nur Kirn hinkt hinterher?

„Deutlich mehr Besucher in den beiden Freibädern“ – so lautet die heutige Titelzeile des Öffentlichen Anzeigers in der Rubrik „An Nahe und Glan“. Sowohl Bad Sobernheim (58 373 Nutzer) , als auch Meisenheim (32 000 Nutzer) melden Besucherrekorde. Die frohe Kunde einer insgesamt positiven Saison lassen wir mal so stehen, ohne uns mit weiteren Details zu den weiteren Details im Kleingedruckten aufzuhalten. Und was ist mit Kirn? Die VG-Werke haben sich diesbezüglich (noch) nicht vollumfassend geäußert. In einer Randnotiz nach 100 Tagen Badespaß am 27. August, wurden 26 841 Badegäste im Jahnbad gezählt – in 2006 waren es im gleichen Zeitraum noch 49 856. Hochgerechnet dürfte die Besucherzahl bis zum Saisonende, Anfang September, auf knapp 30 000 hochgeschnellt sein (ohne Gewähr). Zum Vergleich, Bad Sobernheim verbuchte nahezu das Doppelte.

Was stimmt nicht in Kirn, wenn Nachbarbäder Besucherrekorde vermelden, während Kirn im direkten Vergleich nahezu einen kompletten „Einbruch“ erlebt? Zahlen lügen nicht! Zugegeben, das Fazit ist etwas überdramatisiert dargestellt – zur besseren Verdeutlichung des Trends eben! Überdies, es braucht Wachmacher, bevor es im „Heile-Welt-Becken“ weiterhin so vor sich hin plätschert. Zur Erinnerung, der Sommer war lang und brechend heiß. Und dennoch boomte es nicht in Kirn? Warum? Diesbezüglich gilt es sich komplett zu hinterfragen. Das Paket Kirn gehört von A wie Abenteuerlust, über S wie Service, bis hin zu Z wie Zeitvertreib, auf den Prüfstand. Zwischenzeitlich Querelen und der Umgang damit hinsichtlich einer Bahnen-Einteilung des Schwimmerbeckens spaltete zwischenzeitlich sogar die Stammgäste-Comunity.

Neben offenbar generell abhandengekommenen Badevergnügen wird immer wieder auch der Kiosk als Ärgernis geschildert. Bisweilen geschlossen und insgesamt unzuverlässig, bedeuten unter dem Strich keine gute Werbung für Kirn. Keine Frage, Kirn genießt nicht unbedingt mehr den besten Ruf in der Region. Daher entscheiden sich viele Schwimmbadgänger gegen das kühle Nass in ihrer Nähe und fahren lieber ein paar Kilometer mehr in die Nachbarbäder. Die Entwicklung sollte den Verantwortlichen am Kreisel zu denken geben. Wenn man sich nicht abschaffen möchte, sollten alle zusammen an ihrem Image arbeiten.        

Eine Antwort auf „Ursachenforschung: Überall melden Schwimmbäder Besucherrekorde, nur Kirn hinkt hinterher?“

  1. Ich fahre als Kirner auch nach Rhaunen und Bad Sobernheim.
    2 Stichworte zu Kirn: Bahntrennung – egal ob 5 Bahnen oder 1 Bahnen abgetrennt sind. Man möchte gerne von Beckenrand zu Beckenrand schwimmen. Was so einfach nicht möglich ist. Punkt 2: Zu wenig Parkplätze.

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