Tierheim Kirn: Wo steht der angepriesene runde Tisch und warum nimmt niemand daran Platz?

„Wenn man nicht mehr weiter weiß – gründet man ’nen Arbeitskreis“! Der Spruch sollte doch auch in der Tierheim-Angelegenheit Programm sein. Oder nicht? Also nicht der klassische Arbeitskreis, sondern abgewandelt der runde Tisch. Irgendwie ja vergleichbar, das Prozedere. Man spricht halt offen miteinander und sucht nach Auswegen. Als der „Tierheim-Skandal“ so richtig hochkochte, versprach VG-Bürgermeister Thomas Jung einen solchen ins Leben zu rufen. Seither sind ein paar Wochen ins Land gezogen, ohne das jemals einer daran Platz nahm. Zumindest hat man nichts von einem großen Palaver gehört. Butter bei die Fische, wo steht denn nun der runde Tisch? Und warum ist der verwaist? Findet man keinen gemeinsamen Termin, um in Gespräche eintauchen zu können? Erst vollmundig versprechen und dann kneifen – geht gar nicht. „Wir wollen nicht gegenseitige Schuldzuweisungen, sondern an Lösungen am runden Tisch arbeiten“, hieß am Beginn der Tierheim-Krise.

Wahrscheinlich zieht man die Strippen im Hintergrund, statt am angepriesenen runden Tisch. Finde den Fehler? Sei’s drum, wahrscheinlich besteht doch kein Redebedarf in großer Runde mit Vertretern aus Politik und Tierheim. Hauptsache es kommen Ergebnisse. Naiv gefragt, müsste da nicht der Öffentliche Anzeiger einmal nachfragen? Schließlich hat die ja auch den „runden Tisch“ mehrfach in Artikeln erwähnt. Einfach mal dranbleiben, notfalls die Politik nerven. Und wenn die Medienvertreter des Kirner Landes irgendwann einmal Zeit und Muße finden und doch noch zum Hörer greifen sollten, könnten die sich ja mal nach der turnusmäßigen Jahreshauptversammlung am 26. Oktober erkundigen. Gab es aus der Sitzung heraus neue Erkenntnisse? Impulse? Ideen? Kurzum, geht es weiter? Es kommt nichts. Einfach nothing. Der Blog hatte mal in die Glaskugel geschaut und vogelwild spekuliert, das war es dann auch schon. Daher der Aufruf: Bitte mal Erkundigungen einholen und über den Sachstand seriös aufklären – passt. So funktioniert Pressearbeit. Kommt da noch etwas aus der Redaktion des Öffentlichen Anzeigers? Schauen wir mal!

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