Aktuell wie nie! Leerstände in der Innenstadt werden wohl zunehmen!

Die sterbenden Herzen der Innenstädte. Aus gegebenen Anlass möchte der Blog nochmals an Leerstände in der Kirner Innenstadt erinnern. Heruntergebrochen von den großen auf die kleinen Kommunen, sind verlotterte Schaufenster mittlerweile an der Tagesordnung. Innenstädte veröden. Ein Phänomen, das fast alle trifft. Die Innenstädte müssen sich neu erfinden. Aber wie? Unlängst hat Mrs.Sporty seine Filiale im Steinweg geschlossen. Weiter oben wird schon seit Monaten ein Mieter für ein Ladenlokal gesucht. Neu, auch das Blumenhaus Paulussen steht seit kurzem wegen Standortverlagerung leer. Nachmieter gesucht, heißt es in einer Online-Anzeige. In Kürze geht auch die Metzgerei Lambert Kirn verloren. Keine Frage, der Leerstand ist unübersehbar. Tendenz, weiter zunehmend! Gerade in der Innenstadt wird nahezu jedes vierte Geschäft nicht mehr genutzt. Das trübt nicht nur das allgemeine Bild, sondern schränkt auch das breite Angebot für Stadtbesucher massiv ein. Kirn hat ein Problem. Da ist guter Rat teuer. Der Verweis auf Parallelen in anderen Städten ist da wenig hilfreich.

Unter dem Dach der Verbandsgemeinde ist das Ressort Wirtschaftsförderung angesiedelt. Was unternehmen die Experten dort, um die Innenstadt zu beleben. Gibt es Ideen, Formate, Konzepte? Es braucht Phantasie und Alleinstellungsmerkmale, um dem Missstand zu begegnen. Haben die Verwalter die Power, solche zu entwickeln? Wohl kaum! Zumindest hört und liest man nichts von Projekten aus den Amtsstuben heraus. Verwalter verwalten, aber mehr auch nicht. Zugegeben, man sieht sich sowohl im Sinne der Vermieter/Verkäufer, als auch den Interessierten in der Vermittler – beziehungsweise Unterstützer-Rolle. Überdies, man hebt leerstehende Objekte auf die Homepage der Verbandsgemeinde Kirner Land. Auf den ersten Blick schaut das nach einer echten Hilfestellung sowie kostenloser Werbung aus. Doch der Schein trügt! Insgeheim steht man ohnmächtig einem Trend gegenüber, der zunehmen wird.

Wahr ist, jede Hilfestellung bei der Vermittlung von Leerständen ist wünschenswert. Wahr ist aber auch, die Verbandsgemeinde müsste in diesem Verfahren als Impulsgeber und Initiator fungieren. Selbst aktiv werden, statt sich zuarbeiten lassen – so wird ein Schuh daraus. Notfalls müssen die Angestellten eben Klinken putzen, Kontakte herstellen sowie in eigener Regie Lösungen erarbeiten. Die VG müsste ein Leerstandskataster in eigener Regie nicht nur unterhalten, sondern auch aktuell halten und katalogisieren. Es braucht einen, besser mehrere Kümmerer! In den Amtsstuben müssten die Fäden zusammenlaufen, nicht umgekehrt. Scheut man etwa die Mehrarbeit? Nur mal eben sich durch einen Aufruf anbieten, ist dem Blog zu wenig. Neue Ideen sind gefragt. Hat das zuständige Dezernat diese zu bieten? Eher nicht! Dabei wären die eminent wichtig. Ferienprogramme in der Endlosschleife können doch nicht die Erfüllung für Wirtschaftsförderer sein. Die Innenstadt liegt nahezu brach, ebenso die Wochenmärkte. Es gibt viel zu tun. Packt es endlich an! Oder kann jemand helfen?

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