Hochstetten-Dhaun denkt seine Friedhöfe neu!

Die Dorferneuerung macht es möglich. Hochstetten-Dhaun denkt seine drei Friedhöfe neu. Wird irgendwie auch Zeit. Der Sinneswandel kommt fürwahr nicht überraschend und dürfte auch dem Zeitgeist geschuldet sein. Es braucht schließlich Alternativen zu den boomenden Friedwäldern in der Umgebung. Noch wird vage geplant und nur darüber geredet, aber scheinbar sollen „Memorial-Grabfelder“ unter dem Sammelbegriff Ruheforst/Friedwald/Waldfriedhof/Urnenbestattung zeitnah in der Friedhofssatzung verankert werden. Und was einmal geschrieben steht, das kommt auch. Wann, wird man dann sehen. Gute Idee, denn pompöse Protz-Reihengräber braucht keiner mehr und will auch keiner mehr. Die sind eh Relikte aus der Vergangenheit, als man noch meinte, viel Geld in die Gestaltung von Gräbern investieren zu müssen. Nur mal so nebenbei bemerkt, zu Lebzeiten wäre die Kohle besser angelegt gewesen. Alles hat seine Zeit und daher greifen nunmehr andere und unter dem Strich auch günstigere und pflegeleichtere Methoden einer würdigen letzten Ruhestätte. Und die können Grabfelder bilden.

Die Besonderheit solcher Grabfelder besteht darin, dass dieser „Memoriam-Garten“ in einem Grabfeld die verschiedenen Grabarten harmonisch miteinander verbindet und gärtnerisch als Gesamtanlage mit Ruhebänken gestaltet ist. Die einzelnen Gräber sind oberflächlich nicht voneinander getrennt ausgewiesen, die Pflanzungen gehen ineinander über und lediglich die jahreszeitliche Wechselpflanzung und die Grabmale bezieht sich auf das jeweilige Grab. Das Grabfeld in sich ist modelliert und durch verschiedene Höhenentwicklungen wie eine kleine Parkanlage gestaltet. Gesamtharmonie – passt! Dem Blog gefällt die neue Denke sowohl aus der Bürgerschaft, als auch dem Ortsgemeinderat heraus. Der ist gespannt auf die ersten Entwürfe. Der Öffentliche Anzeiger war so gut, das Bestattungsvorhaben erstmals vorzustellen. Dass der den Lesern einen Privatgarten-Schnappschuss als Aufnahme vom Hochstädtener Friedhof verkaufte – geschenkt. So ist das Blatt halt. Immer für einen Lapsus gut.

Schreibe einen Kommentar