Ärztliche Versorgung: Nach Rüdesheim blicken heißt lernen! Wieder einmal!

Nach Rüdesheim blicken heißt lernen! Wieder einmal! Die dortige Verbandsgemeinde stellt sich der Herausforderung einer flächendeckenden hausärztlichen Versorgung. Auf der eigenen Homepage heißt es unter dem Menü „Ärztliche Versorgung“ wörtlich: „Die Verbandsgemeinde Rüdesheim ist bestrebt, die Bemühungen der Ortsgemeinden und der Verwaltung nach besten Kräften zu unterstützen.“ Respekt, so etwas nennt man Weitblick, denn die Versorgung mit Medizinern betrachtet die Verbandsgemeinde als „noch“ gut. „Um allen Bevölkerungsschichten, gerade alten Menschen und solchen mit Behinderung, die wohnortnahe Erreichbarkeit eines Hausarztes und auch Hausbesuche zu ermöglichen, soll die Übernahme oder die Neuansiedlung einer Hausarztpraxis in der Verbandsgemeinde Rüdesheim finanziell gefördert werden. Mit dieser Fördervereinbarung soll grundsätzlich nur die hausärztliche Versorgung sichergestellt werden.“

In Zahlen ausgedrückt bekommt jeder Mediziner, der die Voraussetzungen erfüllt – etwa Übernahme einer Hausarztpraxis – 10.000 Euro Starthilfe. Der Festbetrag ist nicht gewaltig, aber ist besser als nix. Immerhin, in Rüdesheim hat man die Zeichen der Zeit erkannt. Übrigens, ein Untermenü „Ärztliche Versorgung“ sucht man auf der Homepage des „Kirner Landes“ vergeblich, und dies, obwohl die medizinische Versorgung an Mündung von Nahe und Hahnenbach als äußerst prekär einzustufen ist. Der Verbandsgemeinde fehlt es an Weitsicht und an einem strategischen Plan, um Ärzte in das Kirner Land zu locken. Es werden keine Fakten geschaffen. Programme existieren nicht, oder nur tief unten in der „Aussitzen-Ablage“. Rundherum in den Verbandsgemeinde schnürt man „Willkommens-Pakete“, während man in Kirn Däumchen dreht. Wie lange noch will man sich dem Thema verschließen?  

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