Das Wort zum Sonntag

Der Öffentliche Dienst ist vielen Vorurteilen ausgesetzt. Auch die Angestellten der Verbandsgemeindeverwaltung Kirner Land sehen sich nicht selten Kritiken ausgesetzt. Mittendrin statt nur dabei, auch der Blog. Der schwingt nicht selten die verbale Keule. Sollte der nicht differenzierter auf die Arbeitsbedingungen schauen? Schließlich hat man den Öffentlichen Dienst ja generell zusammengespart und massiv Stellen reduziert. Wurde der Rotstift auch im Kirner Land angesetzt, sodass Zielstrebigkeit und Handlungsschnelligkeit auf allen Ebenen massiv darunter leiden? Wohl kaum! Im Gegenteil: Nach der Fusion von Stadt und Land, sind die Personalkosten massiv gestiegen. Rund zwei Millionen Euro jährlich mehr sind kein Pappenstiel. Tendenz, zunehmend! Und die gewaltige Summe ist ein deutlicher Fingerzeig dafür, dass Stellen nicht ab, sondern aufgebaut worden sind. Warum? War die Vorgabe nicht eine andere?

Sollten nicht zwei Verwaltungen miteinander verschmelzen, um eben Synergieeffekte zu schaffen. Von Personalabbau scheint man jedoch – in Kilometer ausgedrückt – so weit entfernt zu sein, wie die Erde zum Mond. Finde den Fehler? Also, an Personalengpässen kann es nicht liegen, wenn es mal wieder länger dauert und die Verwaltung nicht aus dem Quark kommt. Behäbigkeit und Zähigkeit müssen anderen Ursachen zu Grunde liegen. Apropos Personaltableau, warum erkundigen sich die Mitglieder des VG-Rates nicht nach dem Status quo? Ist es nicht deren Aufgabe, sich diesbezüglich auf dem Laufenden zu halten. Wetten, es weiß keiner um die Vorher/Nachher-Situation. Wie viele Angestellte hatte es vor der Zwangsehe und wie viele danach? Einfache Rechenaufgabe, oder nicht? Der Blog basiert seine Behauptung auf Rückschlüsse aus den gestiegenen Personalkosten. Der bekommt keinerlei Auskünfte, schon gar nicht zu solchen heiklen Themen. Aber der VG-Rat hätte die Möglichkeit der Sachstandsabfragung. Vielleicht hat ja mal jemand einen Geistesblitz und fordert Einsicht, bevor der oder die immer nur die Mehrkosten durchwinken.

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