Lieber „Lucky TJ“, wenn schon Zeitungsschelte dann doch bitte ans Koblenzer Mutterhaus adressieren!

„Wie der professionelle Lokaljournalismus sich selbst zerlegt, dafür steht der Öffentliche Anzeiger nahezu täglich Pate. So beschrieb der Blog den Zustand des Öffentlichen Anzeigers, speziell den Kirner Lokalteil, vor Monaten schon als unterirdisch. Eine Momentaufnahme? Wohl kaum! Wo führt der Weg der Lokalzeitung hin? Angesichts immer dünner werdenden Ausgaben, scheint die Fragestellung mehr als berechtigt zu sein. Die Abwärtsspirale lässt sich nicht mehr wegdiskutieren. Will heißen, mehr als drei Artikel pro Tag werden nicht mehr abgebildet. Manchmal sogar nur mickrige zwei, wenn die Bildformate übergroßen Raum einnehmen. Fakt ist, die Ausgaben fallen bei den Lesern durch. Aber sowas von! Man muss sich nur umhören.

Und die Ausgaben fallen mittlerweile auch bei den Kommunalen durch. Wie anders ist es zu erklären, dass Vorturner „Lucky-TJ“ beim Neujahrsempfang die Lokalfuzzis sogar öffentlich rüffelte. Sinngemäß äußert unser aller Bürgermeister seine Unzufriedenheit über den Istzustand. Seit kein gebietsbearbeitender Redakteur an Bord sei, sprich Armin Seibert, lasse die Berichterstattung zu wünschen übrig. Dass seine Aussage aus der Hüfte nur halbrichtig ist – geschenkt. Der Verlag billigt eben nur eine einzige Seite. Da kann als Redakteur kommen wer will, es fehlt einfach der Platz. Und den hat man unwiderruflich gestrichen.

Lieber Lucky-TJ“, es ist ja richtig und wichtig, dass der Häuptling des Kirner Landes sich beschwert. Dass die Berichterstattung zu wünschen übrig lässt, liegt ohne Zweifel auf der Hand. Allerdings gehörte Deine Schelte nicht beim Neujahrsempfang verortet. Fahr bitte nach Koblenz und schlag im Verlag auf. Zeig denen mal wie schnell ein Cowboy böse werden kann, wenn man seine Prärie am langen Arm verhungern lässt. Mach Stimmung, schare die Leserschaft hinter Dich und trete auf wie ein Held des „Wilden Westens“! Vielleicht klappt es dann mit mehr Infos über das Kirner Land. Falls nicht, was zu erwarten ist, schaffe Alternativen. Stoß was an! Es gibt Möglichkeiten, ein eigenes Schaufenster zu kreieren. Eines, das auch Vereinen, Kirchen, Schulen oder Institutionen wieder mehr Aufmerksamkeit schenkt. Zeig den Zeitungsmachern wo der Hammer hängt. Dem kleinen Redakteur beim Neujahrsempfang einen mitzugeben, war weder sinnvoll, noch zielführend. Du musst schon die Chefetage aufmischen.  

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