Ingenieur Daniel Sauer hätte die Sportplatzbrücke gerne zu Ende geplant!

„Es hat einfach nicht zusammengepasst“, bringt Daniel Sauer seine Erfahrung mit der Ortsgemeinde Hochstetten-Dhaun aus seiner Wahrnehmung auf den Punkt. Dass die jetzt die Zusammenarbeit mit seinem Ingenieur-Büro aufkündigte, um das Projekt Erstellung eines Leistungsverzeichnisses für die Sportplatzbrücke neu auszuschreiben, nimmt der Unternehmer gelassen. „Wir haben uns über meine bisher erbrachten Leistungen finanziell geeinigt“, sagt einer, der die Brücke gerne zu Ende geplant hätte. Zwei, drei Monate hätte er noch gebraucht, sagt er. Auf jedem Fall hätte die Ortsgemeinde die Sanierung noch 2022 in die Ausschreibung bringen können. „Das hätte ich geschafft“, erklärt Sauer. Hätte, hätte, Fahrradkette. Die Ortsgemeinde wollte den Schlussstrich und den Neuanfang mit einem anderen Ingenieurbüro.

Die Folge: Zeitlich wirft das die Ortsgemeinde noch weiter zurück. Zum einen muss sich ein anderes Ingenieurbüro finden und zum anderen wird dieses dann von der Pike auf neu planen müssen. Und das braucht Zeit und kostet zusätzliches Geld. War es daher klug die Zusammenarbeit mit Sauer just zu diesem Zeitpunkt aufzukündigen? Wohl kaum, Besser, man hätte das Projekt gemeinsam durchgezogen, und dies, trotz aller Schwierigkeiten im Umgang miteinander. Doch die Ortsgemeinde zog die Reißleine. Merke, Wut und Frust sind nicht selten schlechte Berater. Die wollte nicht mehr. Die verweist auf nicht eingehaltene Fristen und einer damit einhergehenden Hängepartie. Sauer hält der Auftraggeber- Argumentation entgegen: „Uns haben mitunter schriftliche Zusagen nicht erreicht, um weiterarbeiten zu können“.

Alles Fachchinesisch? Klingt jedenfalls kompliziert! Wie immer, dürfte die Wahrheit in der Mitte liegen. Hüben wie drüben wurden offenbar Fehler gemacht. Fakt scheint, im Umgang miteinander und in der Kommunikation hat es wohl gehakt. So in etwa schildert auch Sauer die unbefriedigende Situation. Die Folge: Man hat sich einvernehmlich getrennt. Finanziell hat man sich auf einen Kompromiss geeinigt, der gemäß Honorar-Gebührenordnung im niedrigen fünfstelligen Bereich angesiedelt sein dürfte. Das Geld ist für die Ortsgemeinde futsch! Sauer hegt keinen Groll. Er bedauert die Entscheidung der Ortsgemeinde, mit ihm das Projekt Sportplatzbrücke nicht mehr umsetzen zu wollen.

Jetzt sind eben andere am Zug. Man darf gespannt sein inwieweit ein neues Ingenieursbüro das Erstellen eines Leistungsverzeichnisses in kürzester Zeit wird umsetzen können. Erst in den nächsten Schritten folgen Ausschreibung und Umsetzung. Ob das in 2023 gelingt? Schauen wir mal. Zusammenfassend dürfte sich die Ortsgemeinde selbst einen Bärendienst erwiesen haben? Oder nicht? Verflixt, klingt das alles kompliziert. Der Blog lehnt sich mal weit aus dem Fenster. Auch in diesem Jahr wird kein Brückenfest anlässlich der Einweihung gefeiert werden können. Wenn überhaupt, dann warm eingepackt mit Glühwein, statt in kurzen Hosen mit Bier.

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