Sportplatzbrücke 2.0: Die Logik mit einem neuen Planer will so gar nicht einleuchten!

Der Blog hatte ja schon mehrfach über die unendliche Geschichte Sportplatzbrücke berichtet, zuletzt sogar den bis vor kurzem noch verantwortlichen Ingenieur Daniel Sauer zu Wort kommen lassen. Ihn hatte die Ortsgemeinde unlängst abgesägt, und dies, obwohl er eigenen Angaben zufolge Ende des vergangenen Jahres das Leistungsverzeichnis auf dem Silbertablett hätte servieren können. Spät zwar, aber immerhin. Doch der Ortsgemeinde riss der Geduldfaden. Zur Unzeit? Die einen sagen so, die anderen so. Die Folge: Sauer ist raus. Er hätte gerne geliefert, darf es aber nun nicht mehr. Der Profi am Reißbrett wurde mit einer Summe im unteren fünfstelligen Bereich abgefunden. Wie heißt es doch immer so treffend: „Man hat sich geeinigt“! Zurecht, denn der hat ja schließlich auch Leistung erbracht. Deckel drauf und fertig! Das Geld ist allerdings futsch.

Streiche Sauer und setze Verheyen. So steht es jetzt in der Zeitung. Kann es das Großplanungsbüro aus Bad Kreuznach besser und vor allem schneller? Bis Mai will das nunmehr das heiß ersehnte Leistungsverzeichnis liefern, damit danach ausgeschrieben werden kann. Zur Erinnerung, Sauer wollte das Papier vor Weihnachten der Ortsgemeinde übergeben. Er durfte allerdings nicht mehr. Hä? Wo bitteschön ist der Mehrwert? Hätte Sauer Wort gehalten, könnte die Ausschreibung längst raus sein. Sauer war bereits auf der Zielgeraden, als man ihn final abgrätschte, sein Nachfolger hingegen nimmt erst jetzt die Startposition ein.

„Um eine weitere Verzögerung zu vermeiden, wurde der Auftrag neu vergeben“, heißt es aus dem Bürgermeisterbüro. In diesem Satz schwingt Frust mit. Dass jetzt wieder 6 Monate mehr Zeit ins Land verstreichen, scheint keine Rolle zu spielen. Die jetzigen Planer dürften zudem ein hübschen Sümmchen mehr verschlingen, als das Kirner Büro. Übrigens, unter welcher Rubrik verbucht die Ortsgemeinde eigentlich diese Rechnung ins absolut Leere? Unter Lehrgeld? Unter Aufwandsentschädigung? Egal, futsch ist futsch. Laut gedacht, für die Kohle hätte die Ortsgemeinde einige Spielgeräte für die Kita anschaffen können. Ist der Wechsel wirklich klug? Schauen wir mal. Gegenüber der Presse prognostiziert Döbell eine Teilfertigstellung der Brücke noch in diesem Jahr. Der hatte ja auch schon für den Sommer 2022 ein Einweihungsfest versprochen. Der Blog hält mutig dagegen. Das wird auch in 2023 nix werden. Derweil galoppieren die Baupreise munter weiter: „1 Million plus X, drunter wird das nix“.     

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