Der Weihnachts-Traktor-Deal: Hennweiler’s Ho-Ho-Höchstpreis-Saga und das Rätsel der Ratsaufklärung!

Es war einmal in dem beschaulichen Örtchen Hennweiler, wo der Gemeindetraktor im Jahr 2020 die Gemüter erhitzte. Der gewiefte Ortsbürgermeister hatte die geniale Idee, das treue Gefährt gegen ein High-Tech-Modell auszutauschen. Ohne Not! Doch bevor er das „Gebraucht-Traktor-Sonderangebot“-Schild dranpappen konnte, holte er sich die professionelle Meinung eines Händlers ein. Hier begann das Weihnachtsmärchen in einer unerwarteten Tonart. Der clevere Händler, vielleicht im Geiste der vorweihnachtlichen Großzügigkeit oder einfach aus purer Freundschaft, bewertete den alten Traktor weit unter seinem eigentlichen Marktwert. Warum? Weil der zweitmächtigste Mann im Dorf, der Erste Beigeordnete, ein Auge darauf geworfen hatte und bereit war, etwas mehr Geld in die Dorfkasse zu spülen? Gutes für die Gemeinde tun, natürlich.

Ortsbürgermeister und sein enges Gefolge schienen sich einig, und das Geschäft hätte reibungslos über die Bühne gehen können – wenn da nicht der „böse“ Weihnachtsgrinch in Menschengestalt, der Gemeindediener, gewesen wäre. Der Spaßverderber, selbst Ratsmitglied, sah das Ganze mit kritischem Blick. Seiner Meinung nach war der Preis viel zu niedrig angesetzt. Schließlich kannte er den Traktor wie seine Westentasche – schließlich war es sein täglicher Arbeitsplatz. Die Zahl aus der Bewertung: 17.000 Euro. Was der freie Markt dazu sagte? Stolze 26.176 Euro. Der Gemeindediener sorgte also kurzerhand dafür, dass die Ortsgemeinde einen nicht zu verachtenden Mehrerlös von knapp 10.000 Euro einfuhr. Anstatt für diesen genialen Schachzug die Goldmedaille für Gemeindefinanzen zu bekommen, leitete der Gemeindediener unwissentlich seinen beruflichen „Abstieg“ ein. Sein Veto vereitelte nämlich den vermeintlich sicheren Deal des Führungsduos. Frohe Weihnachten? Wie jeder weiß, nicht für ihn!

Aber das war nicht das Ende. Die Geschichte nahm eine überraschende Wendung, als der Ortsbürgermeister einen nagelneuen Traktor aus dem Ärmel zauberte – ein Gefährt, das bei der Eilentscheidung wie Kai aus der Kiste sprang. Und wo kam dieser Neuzugang her? Überraschung, von dem Unternehmen, das auch schon beim Gutachten die magische Feder geschwungen hatte. Doch die festliche Stimmung fand irgendwie keinen Weg in das Gremium. Einige Ratsmitglieder bemängelten, dass die Entscheidung über den Traktor im Rat nicht im Detail besprochen und abgestimmt worden ist (Ratsprotokoll vom 22.12.20). Scheinbar wollten die sich nicht mit einem Eilentscheidungs-Kauf anfreunden. Der Vorsitzende schlug vor, in der nächsten Sitzung das Vorgehen detailliert zu berichten. Drei Jahre ist das nun her, aber informiert wurde bis heute nicht.

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