Baureife erzielt für Döbell-Filet-Gewerbefläche im Industriegebiet Hochstetten?

Ortsumfahrung und Hochwasserschutz sind auf die Zielgerade eingebogen. Ein paar Kleinigkeiten sind zwar noch zu erledigen, aber im Großen und Ganzen schauen beide Großprojekte ziemlich abgeschlossen aus. Und auch die beiden Industrieflächen im neuen Industriegebiet, die flankierend bis zur Baureife aufgeschüttet und verdichtet worden sind, vermitteln den Eindruck, dass sich von jetzt auf gleich dort Unternehmen ansiedeln könnten. Wer die unzähligen Bagger– und Lkw-Stunden bezahlt, ist nicht bekannt. Die Ortsgemeinde hat diesbezüglich (noch) nicht aufgeklärt. Vielleicht stellt die ja irgendwann mal Transparenz her. Kaum vorstellbar, dass die Investor-Familie Döbell, die sich bekanntlich das Filetstück neben dem Toyota-Autohaus – für möglicherweise ganz kleines Geld sicherte – diesbezüglich einmal aufklärt?

Ob man Döbell die zeitaufwendige Maßnahme überhaupt in Rechnung gestellt hat, die den Wert des Grundstückes um ein vielfaches gesteigert haben dürfte, gilt dem Dorf-Flurfunk nach mehr als ungewiss. Abertausende Tonnen dürften da über Monate hinweg bewegt worden sein. Und das kostet! Nicht wenige Beobachter sind sogar der Ansicht, das Ganze werde gewiss unter „Baustellen-Bürgermeister-Bonus“ verbucht. Es regt sich offenbar so ein Jeföhl! Ziemlich starker Tobak, so ein Empfinden unner de Leit wahrnehmen zu müssen! Der Blog hat zwar seinen Standpunkt, will in den allgemeinen Tenor aber nicht mit einstimmen. Der verbucht Volkes Meinung mal unter dem Oberbegriff „steile These“. Die ist von Haus aus schon aussagekräftig genug, um sie unkommentiert stehen lassen zu können.

Vieles ist und bleibt undurchsichtig. Letztlich dürften für das Aufschütten und die Einbauten wieder der Steuerzahler, beziehungsweise die Allgemeinheit, zur Kasse gebeten werden. Jedenfalls ist Baureife auf der Privatfläche hergestellt worden. Theoretisch kann es ja dann bald losgehen mit der angestrebten Logistikhalle für Baumaschinen oder was auch immer. Zur Erinnerung, ein solches Konzept wurde ja vor Jahren schon dem Ortsgemeinderat vorgestellt. Offenbar mit reichlich Überzeugungskraft. Wie anders ist es zu erklären, dass man der Veräußerung an Investor Döbell weit vor der Zeit – noch bevor die Parzelle überhaupt final vermessen werden konnte – zustimmte. Zwar viel zu früh und dem Hörensagen nach kaufmännisch eher zum Schnäppchenpreis, aber die Mitglieder ließen sich eben gewinnen. Punkt! Sie wussten Bescheid, über was sie abstimmten.

Grünes Licht hingegen gaben die damaligen Volksvertreter sicherlich nicht für eine rein spekulative Weitervermarktung, wie die Landkreis-Rettungswachen-Debatte zwischenzeitlich den Anschein erweckte. Aber die ist ja jetzt vom Tisch. Wäre ja auch noch schöner, wenn Döbell die Fläche dann ja unter falschen Vorzeichen für „kleines Geld“ erworben hätte, um sich die Option offen halten zu können, diese für „großes Geld“ weiterverkaufen zu dürfen. Ziemlich viel Vermutungen und Spekulationen zwar, aber nicht von der Hand zu weisen. Ebenso anrüchig verhielte es sich mit einem Mietmodell. Vertraglich wird man derlei Eventualitäten, über Standard-Rückabwicklungs-Klauseln, sicherlich einen Riegel vorgeschoben haben. Da sitzen ja schließlich keine Amateure im Ortsgemeinderat.