Nun also doch: Gemäß Studie soll die Rettungswache Kirner Land nach Hochstetten ins Industriegebiet umziehen!

Nun also doch? Der Kreis will eine Rettungswache in Hochstetten bauen. Der Blog hat sie im Vorgriff schon mal platziert! So könnte die aussehen!

Jetzt ist es raus – der Blog hat es insgeheim ja immer schon gewusst! Geht es nach einer Studie der Uni Kaiserslautern, soll die neue Rettungswache Kirner Land in Hochstetten angesiedelt werden. Die Empfehlung wird der Landkreis eins zu eins umsetzen. Wetten? Der Blog blickt mal in die Glaskugel: Mutmaßlich wird das neue Gebäude auf der Filet-Fläche neben dem Toyota-Autohaus hochgezogen. Zentral gelegen im Einzugsgebiet, noch dazu mit kurzen Wegen auf die Bundesstraße – passt! Wie Arsch auf Eimer! Der Landkreis hat seine Absicht erstmals öffentlich vorgestellt. Einer dürfte sich schon in diesem Frühstadium der Planspiele zufrieden zurücklehnen und kräftig die Hände reiben? Einer, der gewissermaßen wie eine wache Spinne im Netz sitzt und auf fette Beute (Kohle) wartet? Einer, der womöglich das Geschäft seines Lebens wittert? Einer, der zwar stets die Dollarzeichen in den Augen anderer anprangert, bei sich selbst aber die Messlatte gerne etwas niedriger anlegt? Sie ahnen es sicher schon, die Rede ist vom Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Kirner Land sowie Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Hochstetten-Dhaun in Personalunion, Hans Helmut Döbell (SPD). Rein zufällig gehört seiner Familie (Bruder) die für eine Rettungswache einzig in Frage kommende Fläche an der Bundesstraße. Seinen Wissensvorsprung, seine Seilschaften, seine strategische Weitsicht und nicht zuletzt seine lokale Macht ermöglichten es ihm den Erwerb noch vor dem ersten Spatenstich der Ortsumfahrung, in 2016, einzutüten.

Warum die Ortsgemeinde das Filet-Stück des neuen Industriegebietes zu diesem frühen Zeitpunkt schon verkaufte, wissen nur die Götter. Ohne Not! Einzelheiten drangen niemals in die Öffentlichkeit. Geheime Geheimakte? Schaut ganz danach aus! Warum die Eile? Ließ sich die Ortsgemeinde von ihrem Ortsbürgermeister über den Tisch ziehen? Zumindest beschleicht den neutralen Beobachtern so ein Gefühl! Schließlich könnte die Kommune jetzt selbst den Reibach machen und die Fläche gewinnbringend vermarkten. Den Schnitt machen jetzt offenbar andere. Eine Eigennutzung deutet sich ja wohl nicht an. Im Gegenteil: Es kristallisiert sich immer deutlicher heraus, dass wohl ein mit Vollmacht ausgestatteter besonders raffinierter frühe Vogel, die Sahne-Fläche strategisch an Land zog, bevor die in den freien Handel gelangen konnte. Merke, das Motto „Wer zuerst kommt mahlt zuerst,“ greift nicht bei Insiderwissen sowie Wissensvorsprüngen. Handelte es sich von Anbeginn an lediglich um ein Spekulationsgeschäft? Wenn ja, dann dürfte die Rendite durch die Decke gehen. Alles reine Hypothesen zwar, aber die sind nicht völlig von der Hand zu weisen. Entkräftet wurden die jedenfalls nie.

Wie kann das gehen? Nun, an der Quelle sitzt bekanntlich der Knabe. Der Satz „das tut man nicht“, liegt für manche Zeitgenossen halt schon seit Ewigkeiten auf dem Friedhof der ausgestorbenen Redensarten. Wen interessiert schon Moral und Anstand, wenn es um ein gutes Geschäft geht? Und das dürfte es ohne Zweifel gewesen sein. Billig kaufen, teuer verkaufen? Ist das der Plan? Offizielle Statement gab es bisher nicht. Unter vorgehaltener Hand, wurde über eine Logistik-Halle spekuliert. Das kann irgendwie alles sein! Sei’s drum, hat der Landkreis bereits ein waches Auge auf das Grundstück geworfen? Maybe! Selbst der eher zurückhaltende Öffentliche Anzeiger schlägt mit seiner Bildunterzeile in die gleiche Kerbe. Gab es mitunter schon Anfragen oder erste Gespräche im stillen Kämmerlein? Womöglich? Alles nur Spekulationen! Wenn, wird die Landrätin tief in die Tasche greifen müssen, um die komplette Fläche oder einen Teil davon, von der Eigentümerfamilie loseisen zu können. Die Ortsgemeinde hingegen ist zum zuschauen verdammt. Die scheint jedenfalls außen vor zu sein – selbst bei einem Weiterverkauf durch den Eigentümer. Moment, sieht der Vertrag etwa keine Klausel für eine Rückabwicklung vor, wenn der Erwerber nicht selbst ein eigenes Gewerbe platziert? Eine Halle oder was auch immer? Wenn ja, wäre der Kaufvertrag der Lapsus des Jahrhunderts schlechthin.

Sicherlich wird das formelle Prozedere mit rechten Dingen zugegangen sein. Dennoch, moralisch haftet da wieder das gleiche Geschmäckle an, welches schon bei der Arztpraxis-Affäre zu schmecken war. Erst der Sohn und jetzt der Bruder. Steckt Methode dahinter? Sind das etwa die Folgen für eine Kommune, wenn der Ortsbürgermeister mit einer Art „Freifahrtsschein“ ausgestaltet wird? Weiter: Hat da ein umtriebiger Politiker beim Drehen des Kompasses jedes Maß verloren? Sollte der Fall der Fälle eintreten, schreit die Angelegenheit regelrecht nach öffentlicher Aufklärung: Eine kommunale Verwaltung, erstrecht die Spitze, muss nach rechtsstaatlichen Regeln handeln, immer! Selbst der Anschein unredlichen Verhaltens gilt es auszuschließen. Alles andere fördert Politikverdrossenheit. Noch ist ja alles in der Schwebe. Nichts ist eingetütet. Vielleicht siedelt sich der Bruder ja auch mit einem eigenen Gewerbe an. Nichts ist unmöglich! Dann wären alle im Beitrag aufgeführten Spekulationen hinfällig. Umso besser! Dennoch, der leichte Geruch von Geschmäckle deutet sich so oder so an. Was immer bleiben wird ist der Erwerb weit vor der Zeit. Inwieweit der sich verstärkt oder abschwächt, bleibt abzuwarten.