Satirischer Wochenrückblick!

Über unendliche Geschichte Öffentlicher Anzeiger, Wirtschaftsförderung und Leerstände, Dr. Wischmann und Hausärztemangel

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm! Zur Abwechslung mal wieder ein böser satirischer Wochenrückblick an einem verregneten Tag auf dem Blog www.hochstetten-Dhaun.info. Was war zuletzt so alles gebacken? Man, man, man, was hat der Öffentliche Anzeiger für einen kapitalen Bock geschossen, als der die (nicht) abgehackten Füße als barbarische Tat online stellte. Die Falschmeldung sorgte für bundesweites Aufsehen. Wer hat’s erfunden? Der Öffentliche Anzeiger! Dass, für eine seriöse Tageszeitung unwürdige Verhalten, könnte noch ein Nachspiel haben, weil das Blatt ins Visier der Fahnder geraten könnte? Die Ermittlungsbehörden erwägen gegen alle jene vorzugehen, die durch unwahre Beiträge zur verbalen Eskalation der Lage beitrugen. Mittendrin, statt nur dabei – sie ahnen es schon – der Öffentliche Anzeiger. Da mögen sich die Schreiber hinterher noch so sehr in Unschuld winden, sie haben die Hälse sowas von in der Schlinge. Keine Bange, zuziehen wird die keiner. Und ins Bollesje wird auch keiner der nervösen Falschmelder einrücken müssen. Bleibt zu hoffen, dass die Redaktion wenigstens ihre Lehren aus ihrer Macheten-Affäre ziehen wird. Und die hatte sie exklusiv!

Peinlich-Öffentlicher-Anzeiger die Zweite: Ist es ein Ausdruck von Mut oder ist es die pure Verzweiflung, wenn das Blatt die Schließung der Kirner Metzgerei Lambert am heutigen Samstag dick und fett in den Fokus rückt? Dass der Blog die Neuigkeit bereits am 2. November, also exakt 17 Tage früher, online stellte – geschenkt. Naja, spät ist bekanntlich ja besser als nie. Hallo, aufwachen Öffentlicher Anzeiger. Ihr seid eine Tageszeitung. Von euch darf man schon etwas mehr Schnelligkeit bei Meldungen mit gravierender Tragweite erwarten. Zeitlupentempo geht gar nicht. Für Informationen aus der Heimat bezahlen die Leser schließlich Geld. Und nicht wenig! Ehrlich, es kann nur noch besser werden. Und es wird auch besser werden! Wetten? Vögelchen zwitschern bereits Veränderungen von den Dächern! Apropos Schnelligkeit: Am Ende bekommt die Rückkehr von Dr. Wischmann in Kürze auch noch Raum auf der Seite „Kirner Land“? Der Blog hatte die gute Nachricht von gut einer Woche abgebildet. Etwas mehr als 3000 Besucher haben bis heute die frohe Kunde auf www.hochstetten-dhaun.info angeklickt. Nächste Woche noch nicht, aber sicherlich nach dem ersten Advent, könnte der Öffentliche auch soweit sein, um dem Mediziner ein paar Zeilen zu widmen. Aber nur wenn alles optimal läuft.

Autsch, das tut weh! Die Wirtschaftsförderer und Touristiker unter dem Dach der Verbandsgemeinde wurden von Thomas Bursian (FDP) mal so richtig abgewatscht. Zwischen den Zeilen wirft der Liberale der Abteilung Unfähigkeit bei der Bekämpfung von Leerständen in der Kirner Innenstand vor. Natürlich hat er seine Worte moderat ausgewählt, um Contenance zu wahren. Methode Knüppel drauf darf der natürlich nicht. Dennoch, der Anschiss durch die Hintertür dürfte bei den Verantwortlichen ankommen. „Hier müssen einfach Klinken geputzt werden. Wir brauchen eine Wirtschaftsförderung, die vor Ort ist, die präsent ist“ – so seine Worte. Im übertragenen Sinn, unterstellt er den Verwaltungsmenschen Untätigkeit in dieser Angelegenheit. Mut hat er ja. Aber was ist das ist! Von daher ist das Eis dick. Seine offenbare Denke: Die kleben an ihren Schreibtischen und warten in der warmen Stube auf Zuarbeit! Lieber Herr Bursian, Verwalter verwalten. Die gestalten nicht! Selbst dann nicht, wenn das momentane Team nochmals um eine Person anwachsen sollte. Gerade ist ja eine Stellenanzeige im Umlauf, dessen Anforderungsprofil jedoch kaum Bewerber werden erfüllen können. Und wenn, dann haben die andere Möglichkeiten.

Dass Dr. Berno Wischmann seinen weißen Kittel wieder vom Haken nimmt, um Patienten zu betreuen, war mit Abstand die Top-Neuigkeit der Woche. Vor allem viele Menschen ohne Hausarzt stimmten in einen Jubelsturm mit ein, der noch immer lautstark zu hören ist. Zur Abwechslung einmal eine gute Nachricht – passt! Nie zuvor war der Ärztemangel im Kirner Land so dramatisch. Viele Patienten stehen ohne Hausarzt da oder sind gezwungen weite Wege in Kauf zu nehmen. Da kommt der Rücktritt vom Rücktritt des Internisten gerade zur rechten Zeit. Offenbar hat der noch richtig, richtig Bock auf seine Berufung. Dem Kirner Land erweist er damit einen riesigen Gefallen. Nur von Dauer kann die Lösung nicht sein. Allerdings verschafft sie den handelnden Personen aus Politik und Verwaltung wenigstens etwas Luft. Dennoch, der Druck bleibt auf dem Kessel. Die Gilde glänzt ja nicht gerade mit Spontanität und Handlungsschnelligkeit bei der Aufstellung von Konzepten, geschweige denn, kommt auch nur in die Nähe von zeitnahen Umsetzungen. Äußerst zähe Geschichte! Es wird zu viel geschwätzt und taktiert. Leider! Wo sind die Macher, jene, die entschlossen und mutig vorweg preschen? Mal was wagen! Es plätschert alles nur so dahin. Und so verstreicht Jahr um Jahr. Weine könnt ich, weine!