Kann die neue Tourismusbroschüre „Entdecken Sie das Kirner Land“ Lust auf die Region wecken? Ja, sie kann!

Ist die neue Tourismusbroschüre des Kirner Landes der ganz große Wurf? Kann die Impulsgeber für die unsere Region? Kann die einen nachhaltigen Boom entwickeln? Kurzum, macht die 27-seitige Hochglanz-Tourismusfibel richtig, richtig Bock auf einen Tripp ins Kirner Land? Schauen wir mal. Ein erstes flüchtiges Durchblättern erzeugt Neugier. Wäre das nicht der Fall, dann flöge die Broschüre in die nächste Ecke oder gleich ganz in die Altpapiertonne. Gut strukturiert, kommen nach und nach alle Pfunde zum Zuge, die das Kirner Land so zu bieten hat. Gut so, nicht kleckern, sondern klotzen. Wandern, Radfahren, Klettern – passt! Dazu Sehenswürdigkeiten, Freizeiteinrichtungen, Burgen und Schlösser. Brauerei und Whiskymuseum runden ein kompaktes Bild ab. Nett gestaltet! Dem Blog gefällt jedenfalls das „Gesamtkunstwerk“.

Wobei, wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. Was fehlt? Beispielsweise die Teufelshütte, eingepackt in eine Wandertour. Daneben kommen die Stadt Kirn im Allgemeinen und der Marktplatz im Besonderen etwas zu kurz. Ein freundliches Foto vom Marktplatz hätte dem Blog schon gereicht. Alleine schon wegen der Gastronomie. Die Hinweise auf die Webseiten von Schloss Dhaun und auch die auf das Romantische Gartenfest sind zwar gut und schön, führen aber auf inaktuelle und veraltete Meldungen und Ansichten. Beim Stöbern darauf werden Reisewillige nur abgeschreckt. Dass manche Radfahr-Schnappschüsse nicht unbedingt im Kirner Land geschossen wurden – geschenkt. Merkt ja keiner. Zugegeben, das sind Kleinigkeiten, aber oftmals geben die den Ausschlag bei der Buchung. Papier ist geduldig. Nachteil: Gedrucktes veraltet recht schnell. Hält die Verbandsgemeinde eine App oder eine Medienausgabe bereit, die ohne größeren Aufwand aktualisiert werden kann? Ganz bestimmt.

Zusammengefasst spiegelt die Broschüre unseren Landstrich gut ab. Mehr an Attraktionen ist nicht. Reicht aber, um Wochenend- und Tagesgäste anzulocken. Große Urlaube dürften ohnehin eher außen vor sein. Wie schaut es mit vorab geschnürten Paketen aus? Für Gruppen und Familien? Diesbezüglich sollten die Touristiker mal ansetzen. Da könnte mehr gehen. Viel mehr! Bleibt die Frage, was kostet die Broschüre? Wie hoch sind die Herstellungskosten? Wahrscheinlich muss die VG einen satten fünfstelligen Betrag überweisen. Viel Geld! Ist es gut angelegtes Geld? Mit entsprechendem Computer Programm und etwas Geschick sowie Phantasie, hätte man die gut und gerne auch in eigenen Regie zusammenbauen können? Ein Gymnasium-Leistungskurs hätte die Broschüre ebenso hinbekommen. Und der Blog hätte sich das Format auch zugetraut. Für weitaus weniger Geld wohlgemerkt. Und was der hinbekommt, schaffen doch die Touristiker allemal. Vielleicht das nächste Mal? 

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