Das verspätete Wort zum Sonntag

Was für ein Sonntag. Extremcouching, das exzessive lang anhaltende Nichtstun, lebe ich schon seit dem frühen Morgen aus. Die gepflegte Langeweile bei herbstlichen Dauerregen – passt! Was gibt es Schöneres, als die Seele mal bei einem Filmchen baumeln zu lassen. Müßiggang in XXL-Format hat auch mal was. Der Schrittzähler dürfte an diesem Tag die 1000er-Marke kaum übersteigen. Tendenziell sieht es eher nach weit darunter aus. Schlechtes Gewissen, Fehlanzeige. Solche Tage müssen auch mal sein. Unbedingt! Muss ja keiner wissen. Entspannung pur zwischen Mittagessen und Kaffeetrinken – was will Mann mehr. Dazwischen ein paar Seiten im Buch und ein wenig Augenpflege. Wenn draußen graue Töne dominieren, Regen niederfällt und die Temperaturen wenig sommerlich daherkommen, dann ist Extremcouching doch eine schöne alternative. Wenn nicht sogar die Alternative. Noch dazu, wenn ein knisterndes Feuerchen im Kaminofen den Raum mit molliger Wärme erfüllt. So wie der Tag angefangen hat, geht er auch zu Ende. Nichtstun in Vollendung. Ist das Leben nicht schön?  

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