Unfallgefahr bei der Feier? Heute offizielle Freigabe der Hochwasserschutzmaßen mit Pauken und Trompeten!

Das Wichtigste vorneweg: Passt mir dieses Mal besser auf die Ehrengäste auf, damit nicht wieder einer oder eine auf dem Weg zum Veranstaltungsort von einem Auto platt gefahren wird, wie es etwa bei der Freigabe der Ortsumfahrung der Fall war! Nicht auszudenken, wenn wieder ein Ersatzredner gefunden werden müsste. So, heute ist es also soweit: Die Hochwasserschutz-Maßnahme ist beendet. Hat ja fürwahr lange genug gedauert. Anlässlich der Freigabe dürfte sich wieder viel Politikprominenz am Seitenarm der Nahe einfinden. Man spricht von 80 geladenen Gästen. Hohe Beamte, das Who’s Who aus der Politik sowie ausgesuchte aus der Gesellschaft – passt! Minister auch? Ganz bestimmt! Landesumweltministerin Katrin Eder (Grüne) soll sich ja angekündigt haben. Komisch, dem Blog ist keine Einladung ins Haus geflattert. Dabei berichtet der doch immer so ehrlich, klar und deutlich von solchen Zusammenkünften. Der verpasst dann ja eine Lobhudelei-Orgie sowie den Schulterklopfer-Marathon sowie kühle Getränke und Snacks danach. Klappern gehört zum Handwerk. Statt zu feiern, sollten sich die Verantwortlichen lieber hinterfragen. Wie kann sich eine Maßnahme um das Vierfache verteuern? Wetten, das Thema wird ausgeklammert. Warten wir den Zeitungsbericht ab.

Vorab noch ein paar Impressionen von einer örtlichen Großbaustelle, die ja jetzt keine mehr ist. Bekanntlich wurden die Deiche, beginnend an der Nahebrücke der Bundesstraße 41, flussabwärts bis zur Nahebrücke Hochstädten beidseitig erneuert beziehungsweise unterbrochen oder verlegt. Ursächlich für die Ertüchtigung des Hochwasserschutzes, unter Berücksichtigung von Umweltschutzvorgaben, sind zwei wesentliche Aspekte: Die bereits bestehenden Deiche beiderseits der Nahe waren zum einen zu niedrig und zum anderen sanierungsbedürftig. Der Teilabschnitt an der Naheschleife wurde zurückgebaut und renaturiert. Die Nahe erfuhr dort auf 420 Meter Länge einen zusätzlichen Seitenarm, der durch eine kleine Insel vom Nahe-Bett getrennt ist.

Grün muss es noch werden. Die Fläche bietet reichlich Raum für Gestaltung, etwa für ein Naherholungsgebiet. Blöd, für Bänke, Relax-Liegen oder sonstige Verweil-Oasen sowie Spielwiesen- oder Plätze findet sich dort kein Platz. Durch den Wegfall des Deiches war es notwendig geworden, Hochstädten und die Sportanlagen durch zwei neue Querdeiche zu schützen. Auch die sind nahezu fertig. Im Zuge dieser Maßnahme wurde sichergestellt, dass der Wiesbach als Zufluss zur Nahe auch bei auftretendem Hochwasser keine Gefahr mehr durch Rückfluss darstellen kann. Der wurde schon seit geraumer Zeit verlegt. Weiterhin ist die Sanierung des linksseitigen Nahedammes auf einer Länge von 640 Metern zum Schutze des Gewerbegebietes erfolgt. Was noch fehlt ist die Herrichtung des Platzes vor der Hellberghalle. Dort, wo noch diese Woche das Containerdorf stand, war einst Spielwiese und Bolzplatz zugleich. Die Fläche sollte auch als solche wieder angelegt werden.

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